00:00:00: Was ist heute eigentlich die Aufgabe von Architektinnen und Architekten?
00:00:21: Reicht es aus, gute Gebäude zu entwerfen oder beginnt Architektor längst dort wo unterschiedliche Interessen Ressourcen und gesellschaftliche Entwicklungen zusammenkommen.
00:00:32: Für Patrick Streemler von DTFLR, formerly known as Dietrich Untertriefaller hat sich das Berufsbild in den vergangenen Jahren deutlich verändert.
00:00:42: Architektur versteht er nicht als Produkt sondern als Verantwortung gegenüber dem Ort, den Menschen und der Zeit.
00:00:50: Im heutigen Gespräch mit mir, Diana Slavich und Dr.
00:00:53: Uwe Bresan im Young Talks Podcast geht es deshalb nicht nur um Holzbau Kreislaufwirtschaft oder Digitalisierung?
00:01:01: Es geht um die Frage, welche Aufgaben die Architektur künftig übernehmen muss und ob sich die Branche heute mit den richtigen Themen beschäftigt.
00:01:09: Warum sprechen wir über einzelne Materialien wenn ganze Stoffkreisläufe neu gedacht werden müssen?
00:01:15: Wie viel Standardisierung braucht gutes Bauen?
00:01:18: Und welche Rolle spielen digitale Werkzeuge, wenn das Gebäude so geplant werden soll dass es auch in Jahrzehnten noch angepasst, zerlegt und weiterverwendet werden könnte.
00:01:30: Zeit für einen Blick auf die Zukunftsaufgaben der Architektur.
00:01:35: Herzlich willkommen beim heutigen Jungtags Podcast!
00:01:38: Schön, dass du heute bei uns bist Patrick.
00:01:40: Ja herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:43: Wir sind bekannt dafür direkt schon mal an die Themen rein zu springen.
00:01:46: Also starten wir gleich ganz oben auf der Liste Und mit dem einzigen Thema was da für angemessen ist Die Zukunft der Architektur.
00:01:54: Bevor wir aber quasi auf Lösungen zu sprechen kommen, wollen wir mit dem Berufsbild starten.
00:02:00: Oder was denkst du?
00:02:02: Unsere Tätigkeit ist ja das Berufs-Bild.
00:02:06: Das Haus ist dann das Produkt.
00:02:07: heraus finde ich gut.
00:02:10: Früher hätte man gesagt die Aufgabe der Technik sind ein gutes Gebäude zu entwerfen.
00:02:15: Wie hat sich das geändert?
00:02:16: oder würdest Du diesen Satz heute noch unterschreiben?
00:02:19: Ja es ist schon so.
00:02:20: Wir müssen gute Häuser bauen und das ist ganz richtig.
00:02:25: Wir legen aber den Fokus eher heute auf andere Teile der Arbeit, also wir feiern nicht mehr so sehr nur das fertige Objekt sondern wir müssen aufgrund der Komplexitäten die wir tatsächlich schultern müssen vielmehr auf dem Prozess schauen und ich glaube daher dass auch was du ansprichst mit dieser Frage des Berufsbildes.
00:02:44: Wir legen heute den Fokuss viel viel mehr auf den Prozess der Entstehung dieses Verhandeln ganz unterschiedlichster Themen bis dann am Ende des Tages nach der Verhandlung dann das fertige Haus rauskommt, was dann eben als Relikt dieses Prozesses in die Zukunft überdauert.
00:03:04: Was sind die Prozesse und was hat sich da eigentlich geändert in den letzten Jahren oder im letzten Jahrzehnt?
00:03:11: Ich weiß nicht wie viel sich da verändert hat.
00:03:12: ist es vor allem die Wahrnehmung, die sich verändert hat?
00:03:15: wir müssen natürlich wirklich mit ganz vielen Stakeholders diskutieren um herauszufinden was die richtige Lösung.
00:03:21: Wir müssen verantwortungsbewusster umgehen, meine ich.
00:03:26: Wenn wir heute aus dem Fenster schauen und wenn wir sehen wie die Natur leidet unter dem was wir uns in den letzten Jahrzehnten geleistet haben, glaube ich schon das es wichtig ist dass wir da nochmal genauer hinschauen, dass wir uns noch mal genauer anschauen ob wir nicht verantwortung bewusster mit der Natur umgehen können.
00:03:46: Welche Umgebungen wir tatsächlich Menschen heute herein denken.
00:03:51: Manchmal läuft man durch die Stadt, ich weiß nicht ob das euch schon mal so ging und denkt sich Gott will hier wohnen Menschen gerade wenn es so heiß ist dieser Druck einfach von allen Seiten kommt und man merkt okay die Leute können sich gar nicht mehr schützen egal ob sie in den Wohnungen sind außerhalb ob sie einkaufen arbeiten was auch immer.
00:04:10: Das ist der Part den wir nochmal neu aufsetzen müssten dass wir tatsächlich solche Lebensräume bauen, die keinen Schaden verursachen.
00:04:20: Ich glaube nicht, dass wir früher unseren Job deswegen gemacht haben um einen Schaden zu verursachten.
00:04:26: aber wir waren glaube ich nicht aufmerksam genug wenn ich mal so rausschaue.
00:04:32: Und die Rahmenbedingungen haben sich geändert oder?
00:04:36: Ja die Rahmen bedingungen sind sehr stark verändert.
00:04:39: also das ist einerseits das Klima klarerweise das sind aber auch ökonomische Rahmenbedingungen.
00:04:47: Aber die Rahmenbedinger haben sich auch insofern geändert, dass wir ganz unfassbar gute Möglichkeiten haben, die sich heute auftun also eben diese Digitalisierungsschritte mit welchen Tools wir heute arbeiten können Auch KI-Themen.
00:05:05: Wir können viel mehr machen und es ist viel einfacher geworden verantwortungsbewusste Häuser zu bauen.
00:05:14: Du hattest ja im Vorgespräch gesagt, es geht eben nicht mehr nur um das einzelne Objekt sondern um den gesamten Lebensraum.
00:05:22: Quartier und Stadt war doch schon immer ein Thema.
00:05:25: was ist für dich neu in der Diskussion?
00:05:29: So leicht überhöht gesprochen haben wir so in der allgemeinen Wahrnehmung einen Wechsel zwischen den Zuständigkeiten und da ist irgendwo eine Haustür Irgendwie da draußen sind andere Leute zuständig als da drin und so das Haus macht dann der Architekt.
00:05:48: Und am Ende des Tages, wenn man sich Lebensform anschaut, dann leben wir über diese gesamten Schwellen eigentlich immer hinweg.
00:05:57: oder also die Haustür ist im Grunde eine Schwelle zwischen einer Abstufung von Privatheit.
00:06:05: Mehr ist das nicht!
00:06:06: Und wenn wir uns dann als Spezialisten nur für dieses eine Thema, also ab der Fassade nach innen sehen.
00:06:13: Dann haben wir glaube ich zu wenig gemacht und das ist wieder ein Stück weit überhöht.
00:06:17: natürlich haben wir uns als Architekten immer auch um die Schnittstelle gekümmert aber unseren Prozessen denken wir eigentlich immer aus der Stadt heraus und aus diesem gesamten twenty four seven Lebensraum von Menschen.
00:06:29: Also wie halten sich die Leute auf?
00:06:31: Wie sind die Bedürfnisse über den Tag hinaus Dass man eben auch diese Kategorisierung ist mir immer wieder begegnet, dieser Termen leben und arbeiten.
00:06:40: Das ist das gleiche oder das Leben geht vierundzwanzig Stunden am Tag?
00:06:45: Und wir können es nicht mehr so oder wir sollen das nicht mehr zu trennen sondern wir sollen eigentlich in einer Architektur ein Raum schaffen der eine Kontinuität erzeugt für das tägliche Leben egal ob man arbeitet oder schläft.
00:06:57: Und das ist so die Aufgabe.
00:06:59: und daher finden wir, dass eben diese harte Schwelle verschwinden muss.
00:07:03: Man sich viel mehr Gedanken darüber machen muss wie das Haus eigentlich in den Freiraum kommuniziert und andersrum.
00:07:11: Heute ist es ja so, dass man sich mit Finanzierung, Mobilität, Biodiversität sozialer Mischung und Klimaanpassungen beschäftigen soll.
00:07:20: Ist es eigentlich noch Architektur oder übernehmen die Architekten aktuell gerade Aufgaben, die eigentlich andere lösen sollten?
00:07:30: Ich glaube dass wir sowieso nicht nur die Architen sind.
00:07:35: Also wenn wir über diesen Planungsprozess sprechen dann haben wir schon lange große Planungsteams in den Spezialisten für ganz viele verschiedene Themen sitzen und wir als Architekten für die Architektur in Anführungsstrichen zuständig sind, gleichzeitig aber auch die, die den gesamten Prozess moderieren.
00:07:57: Und daher werden die Teams größer.
00:07:59: klarerweise – für uns ist das schon immer wichtig -, dass wir Klima-Experten und Tragwerksexperten jetzt auch Systeme und Digitalisierungsexperte immer mit am Tisch sitzen haben und von der ersten Minute an diese Projekte gemeinsam aufsetzen.
00:08:15: Daher ist der Architek gar nicht so wichtig.
00:08:17: Die Qualität des Teams ist wichtig!
00:08:20: Und das Größer werden der Aufgaben oder die Komplexität macht dann natürlich auch die Teams für größer.
00:08:28: Jetzt höre ich schon wieder, die deutschen Kollegen über die Hawaii jammern weil diese Prozesse und diese Moderation wie du es nennst eigentlich gar nicht abgebildet sind in den Honoraren der Architektenschaft.
00:08:41: Wie ist das bei euch?
00:08:42: Ich war jetzt drauf und dran unbrauchbar zu sagen Aber das was in dieser Hawaii abgebildet ist, gibt eine ganz gute Struktur.
00:08:52: aber in Wirklichkeit machen wir andere Sachen und es ist tatsächlich auch so dass diese harten Übergänge zwischen den Leistungsphasen gar nicht mehr so richtig funktionieren.
00:09:03: Aber auch in Wirklichkeit gar nichtmehr so streng genommen werden.
00:09:06: aus unserer Sicht also da gibt's schon auch wenig Leute die darauf bestehen dass das unbedingt zurückgelebt wird.
00:09:13: Aber man könnte da schon mal drüber nachdenken, ob man nicht nochmal so was neu aufstellen würde.
00:09:19: Wer vielleicht der Zeitpunkt?
00:09:21: Mir ist ein Satz aus einem Interview aufgefallen und dann habt ihr gesagt wir handeln automatisch nachhaltig wenn wir auf Bedürfnisse eingehen.
00:09:32: das hört man eigentlich selten von Architekten.
00:09:36: und wie meint ihr?
00:09:37: das
00:09:38: ist ein Stück weit andersrum gedacht.
00:09:40: oder es gibt ein Beispiel wir haben einen Verwaltungsgebäude von Bauunternehmen realisiert und die kamen relativ kurz vor der Fertigstellung auf die Idee dieses Gebäude zu Label.
00:09:50: Das war vorher nie Thema, und wir haben dann wenige Monate vor der fertig Stellung diesen Label Prozess angestrebt und es ist dann Lead Platinum geworden?
00:10:01: Und das beschreibt vielleicht eine Frage uns sind diese Werte extrem... wichtig innerhalb unserer Arbeit egal ob wir jetzt ein checkhaft eines labels die hand nehmen oder nicht.
00:10:15: Und das kommt eben aus genau dieser Überzeugung heraus, dass wir Verantwortung haben als Architekten.
00:10:23: wir dürfen mit dem was wir tun keinen schaden anrichten.
00:10:27: es klingt ja ganz schlimm aber so ist es.
00:10:29: wir haben uns auf die fahnen geschrieben, netto-positiven Impact auf die Natur oder die Umgebung haben wollen.
00:10:40: Also das steht in unserem Manifest ganz vorne drin und sowas sagt man immer.
00:10:46: damit auch tatsächlich alle Mitarbeitenden, immer wieder dass neu denken, sich selber stellen wenn ich jetzt hier ein schlechtes negativ behaftetes Material ist nehmen wir einfach Beton oder so was benutze dann mache ich das nur Weil es nicht besser geht oder es hat ja auch gute Eigenschaften.
00:11:06: und wenn ich an anderer Stelle so viel positiver sein kann, dass sich im Prinzip das aufhebe.
00:11:11: So das kann man jetzt nicht in der Excel Tabelle übersetzen aber gleichzeitig möchten wir mit einem guten Gewissen rauskommen aus solchen Projekten und das ist vielleicht viel mehr das wir gesagt haben okay?
00:11:21: Wir haben vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein Keller gebaut und mussten dort Stahlbeton verwenden aber gleichzeitig haben wir die Biodiversität erhöhen können indem über die Fassade, über das Dach oder den Außenraum mehrwert bauen können.
00:11:37: Lass uns mal über die Sinnhaftigkeit von Standards und Normen sprechen.
00:11:42: wir waren ja jetzt gerade schon bei der Hawaii Die Lied-Zertifizierung.
00:11:46: wenn man heute ein Gebäude plant hat man das Gefühl es gibt für alles eine Norm eine Richtlinie oder Zertifisierung.
00:11:54: Wenn wir's nochmal anders sagen Heute hat eigentlich nur noch das eine Legitimation, was in einer Diem gelistet ist.
00:12:02: Wann haben wir vergessen nachzudenken?
00:12:05: Beziehungsweise wie kommen wir wieder zurück zu einer größeren Diversität im Bauen?
00:12:13: Da der sehr viel damit zu tun dass wir als Gesellschaft keine Verantwortung mehr übernehmen wollen also die Einzelne.
00:12:21: wenn ich mich zurückziehen kann auf eine Norm dann verlagere ich diese Verantwortung.
00:12:27: Das steht da drin, bin nicht Schuld im
00:12:29: Zweifelsfall.".
00:12:31: Ich glaube an der Stelle haben wir das Problem.
00:12:35: Wenn wir wieder mehr Verantwortung übernehmen als Gesellschaft, dann kommen wir auch über dieses Problem hinweg.
00:12:42: Wir können nicht alles immer nur auf die Norm reduzieren.
00:12:45: und wenn das Gebäude fertig ist, dass sich in Rechtsanwalt mit der Fragestellung beschäftigt haben, die jetzt alles richtig gemacht oder nicht.
00:12:54: Was ja tatsächlich passiert ist sehr schrecklich.
00:12:56: oder die frage ist doch am ende nicht ob wir der dien entsprechen, sondern ob das haus geeignet ist sein zweck zu erfüllen.
00:13:06: Natürlich darf da nichts kaputt gehen kein wasser rein laufen und so weiter.
00:13:10: aber am ende ist die lösung nicht die verketzung unterschiedlicher diens sondern das sinnvolle gebäude.
00:13:18: Wir Menschen sind ja zum Glück ausgestattet, mit diesem Instinkt in die Zukunft zu denken und diese richtige Lösung im Prinzip zu sehen und uns in diese Richtung weiterzubewegen.
00:13:29: Und von dem sollten wir mehr Gebrauch machen weil ich glaube dass wir alle in den Seien hängen weil tatsächlich wir zu wenig von denen haben die sagen so und jetzt machen wir das so und wenn es schiefläuft im Zweifelsfall dann stehe ich dafür.
00:13:41: auch gerade Klar können schlimme Sachen passieren, ich glaube über die Dinge reden wir auch nicht.
00:13:46: Auch wenn wir über einfach bauen und so weiter diskutieren dann reden wir ja nicht um lebensgefährliche Themen wie Standsicherheit sondern wir reden Details die uns eigentlich jeden Tag das Leben schwierig machen.
00:14:00: Wir führen häufig Gespräche über Bestandsbauten Sanierungen Umnutzung etc.
00:14:06: Und da kommt ganz häufig dieses Thema mit eben den Normen, den Richtlinien die da sind ins Gespräch.
00:14:14: Eben mit der Aussage würde man bestimmte Normen etwas aufweichen können sei es Schallschutz oder Wärmeschutz.
00:14:23: wie auch immer wäre es viel einfacher Bestandsgebäude gerade große Bestands Gebäude innerhalb der Städte Mit einer neuen Nutzung zu versehen.
00:14:31: Würdest du sagen Da fehlt Spielraum für die Architekten, um da einfach auch zeigen zu können.
00:14:39: Es ist möglich Lösungen zu schaffen, auch wenn sie sich etwas abseits der Norm bewegen?
00:14:47: Also es fehlt Augenmaß!
00:14:49: Am Ende des Tages, wenn man diesen Schallschutz nimmt – wir lieben das alle in alten Häusern – sitzt jetzt hier gerade im Haus, das ist vierhundert Jahre alt und es ist so, wenn da eine oben drüber läuft dann hört man das unten drunter Und das finden wir schön, dass ist ein Teil dessen was wir als Charme bezeichnen.
00:15:07: Wenn wir in diese Altstädte schauen in Europa dann wohnt man immer gerne in den alten Häusern und man akzeptiert es.
00:15:15: Und wenn wir über Neubauten reden dann akzeptieren wir das nicht und viel schlimmer noch wirst du ansprichs die jahre?
00:15:23: Wenn wir über Sanierung sprechen dann wird es noch schlimmer eigentlich oder?
00:15:27: So und wo ist jetzt das Augenmaß?
00:15:29: also was setzen wir jetzt an?
00:15:31: Und da hängt es wieder auch mit der Verantwortung des Einzelnen zusammen.
00:15:35: Man muss das ja nicht machen, man macht es nur deshalb so und die Auftraggebenden aber auch die Architekten bestehen natürlich darauf dass das eingehalten wird weil das rechtssicher ist.
00:15:47: Man kann aber auch sagen ja okay rechts sicher hin oder her aber wir möchten dass das anders ist.
00:15:52: Und dann weiß man darauf hin, auch wenn man einen Mieter hat sagt man hier pass mal auf ist zwar irgendwie neu saniert aber es ist jetzt nicht der Schallschutze und da bin ich mehr sicher.
00:16:00: Man wird das auch vermieten und man hat dadurch eigentlich keinen Nachteil.
00:16:05: Aber jetzt sind wir eben in genau dieser Gesellschaft die nur beurteilt was sagt okay?
00:16:10: Hat dass jemand richtig gemacht oder falsch?
00:16:12: aber wer macht denn überhaupt noch etwas?
00:16:14: und das ist ja unser Problem.
00:16:16: keiner hat Lust sich aus dem Fenster zu lehnen.
00:16:19: Niemand sagt, okay und ich mache das jetzt.
00:16:21: Ich schaffe mehr wert sondern alle lehnen sich einfach nur zurück mit verschränkten Armen und schauen sich an was andere Leute machen.
00:16:27: Und so kommen wir nicht von der Stelle.
00:16:29: So schaffen wir keine funktionierende Gesellschaft und keine funktionieren da Architektur.
00:16:34: Wir müssen aus dieser Box heraus denken.
00:16:38: Da sind wir dann schon bei den Lösungen.
00:16:40: Du hast gerade versucht über richtige Lösungen nachzudenken.
00:16:44: Zähl mal zwei drei Lösungswege auf die ihr nutzt.
00:16:48: Ich habe hier so Stichwurte, auf meinem Zettel steht Kreislauf.
00:16:52: Ja genau das beschäftigt uns sehr viel in letzter Zeit eben auch aus dem Gesichtspunkt heraus was ich vorhin angesprochen hatte dass wir glauben zu wissen wie es geht.
00:17:03: Wir meinen wir hätten das entschlüsselt wie wir auch in größeren Maßstäben im Kreislauf sinnvoll bauen können also wie wir diese während der Planung eigentlich erstmal unbekannten so lange händeln können, dass wenn wir dann im Bauprozess sind auch neue Materialien mit einsetzen können in diesen Bauprozess.
00:17:24: Das ist ja der schwierige Effekt!
00:17:27: Wir können ja nicht vorher jetzt durch die Lande ziehen und Material sammeln und dann gucken okay was haben wir denn da alles?
00:17:33: Und daraus ein Haus bauen.
00:17:34: das können wir vielleicht beim Gartenhaus machen, da kriegen wir vielleicht eine Einfamilienhaus hin aber darüber hinaus wird es schon ganz schön schwierig.
00:17:41: Ich glaube aber gleichzeitig das viel Potenzial da drin steckt, dass wir Material nicht ständig wegschmeißen.
00:17:49: Wir reißen Häuser ab die vielleicht funktional nicht mehr funktionierendes Material ist aber tipptopp in Ordnung und wieder verwenden, dass aus zwei Faktoren heraus nichts.
00:17:59: Punkt Nummer eins ist, dass einfach alte Material nicht so viel Wert schuhe geordnet wird.
00:18:05: Da wird die Nase gerümpft.
00:18:06: man möchte das Haus immer mit neuen Sachen bauen.
00:18:10: Das ist das eine und das andere, dass man nicht so richtig weiß wie man damit eigentlich umgeht.
00:18:14: Und das sind Themen die uns herausfordern einerseits jetzt zu sagen wir bauen mehr und mehr mit gebrauchten Materialien wiederverwendeten Materialien.
00:18:26: Das andere ist solche Häuser zu bauen, die auch dann irgendwie als Irbemein für Gebrauchsmaterial funktionieren also solche Häuse zu bauen ,die wir wieder zerlegen können von denen wird die Einzelteile wiederverkaufen können.
00:18:41: Also das ist jetzt schon so, dass wir darauf seit einigen Jahren Wert legen, dass die Gebäude, die wir bauen in dem Holzbau vor allem geht es ja auch ganz gut, dass wird die wieder zerlegen können, dass wenn nicht so viel kleben, dass Schraubverbindungen haben die wir wieder aufkriegen und aber auch, dass Wir ins System denken also dass wir mehr kompatible Teile erzeugen.
00:19:03: Das bringt mir auch nichts, wenn ich Teile auseinanderkriege.
00:19:05: Die Teile aber nicht mehr kompatibel sind und man nur das gleiche Haus daraus bauen kann.
00:19:10: Wir müssen solche Teile erzeugen die wir dann in einen Wiederverwendungsprozess reinbringen können.
00:19:16: für eine große Stadt in Deutschland haben wir ein Bausystem geschaffen für Bildungsbauten weil eben genau dieses Thema aufkam.
00:19:25: viel zu viele Probleme die daraus erzeugt sind dass alle Häuser anders sind und gleichzeitig auch das Verständnis von Immobilien wert, also ist der Wert einer Immobilie eigentlich mehr als nur das Grundstück.
00:19:41: Die Bauteile kann ich die nicht im Prinzip mit in die Bilanz einbauen.
00:19:46: Es hat dann dazu geführt dass wir jetzt eben dieses Bausystem geschaffen haben.
00:19:50: da wird jetzt der Prototyp realisiert, dass zukünftig solche Bildungsbauten nach dem gleichen System geschaffen werden.
00:19:58: Das bedeutet nicht, dass diese Häuser alle nur von uns geplant werden können.
00:20:02: Das bedeutet auch nicht, dass sie alle nur von dem gleichen Bauunternehmen Hersteller gebaut werden können.
00:20:09: Es ist ein System was auf Kompatibilität aus ist.
00:20:12: das heißt, dass diese Teile immer so gebaut werden, dass egal wer es geplant und wer es gebaut hat, dass die Teile wieder zusammen passen.
00:20:21: So dann habe ich einerseits wenn ich repariere Wiederkehrende Probleme in Anführungsstrichen, also das heißt ich nehme Fassadenelement runter und mache es neu dran.
00:20:31: Und ich weiß genau wie das funktioniert und wie groß das ist und habe natürlich auch noch alle digitalen Daten davon.
00:20:37: aber gleichzeitig wenn ich dann Gebäude zurückbaue, kann ich diese Gebäuden aus diesen einzelnen zurückgebautem Gebäudewieder neu schaffen weil die Teile zusammenpassen.
00:20:48: Das funktioniert!
00:20:50: Wie gesagt wir realisieren jetzt im Moment beweisen dass Und da liegt für uns eigentlich die Herausforderung der Zukunft und weil du vorhin nach System oder Unikat gefragt hattest, das zielt ein Stück weit in die Richtung.
00:21:04: Also wir können auch aus Systemen Unikate bauen und wir wollen das auch.
00:21:08: Wir wollen um Gottes Willen nicht dass alle Häuser gleich aussehen aber an vielen Stellen Typologien wie Bürogebäude wie Schulen Logistikzentren und so weiter, die funktionieren sowieso alle gleich.
00:21:20: Jedes Bürogebäude ist gleichstrukturiert.
00:21:23: Warum bauen wir das denn nicht so?
00:21:25: Dass wir die Teile dann nachher auch noch wieder verwenden
00:21:27: können.".
00:21:28: Und dann auch so gedacht dass aus einem Schulbau der nicht mehr notwendig ist, aus dem Bürobau der nicht nur notwendig sind, dann auch andere Typologien entstehen können?
00:21:37: Ja absolut.
00:21:38: also das ist ja die letzte Möglichkeit die Teilen auseinander zu nehmen.
00:21:42: Die Gebäude dieses Schulgebäudes sind so gedacht dass sie von einem reinen Lehrgebäude bis zum Labor Gebäude alles können, also das bedeutet größere Raumhöhen.
00:21:52: Das bedeutet auch, dass wir eben Anforderungen an Lüftung insbesondere im Laborbereich dann noch mit unterbringen.
00:21:59: Also Nutzungsflexibilität ist sehr wichtig.
00:22:02: Was ich auch noch so rausgehörte habe gerade Digitalisierung spielt dabei eine nicht ganz unerhebliche Rolle.
00:22:09: sind wir da auf dem richtigen Weg?
00:22:11: was fehlt noch?
00:22:12: Sind wir da zu langsam im Bauprozess?
00:22:16: Ja, ich glaube wir sind auf dem Weg dahin.
00:22:19: Also wenn ich mir jetzt so diesen klassischen Prozess anschaue den es ja immer noch gibt.
00:22:24: Wir planen drei D nennen das BIM machen daraus zwei D Pläne Drucken die ausdrücken jemand in die Hand der dann Palette Steine bestellt und sagt Mörtel Dann ist etwas schief gelaufen.
00:22:37: Heute sind wir eigentlich soweit dass wir aus diesem Planungsprozess aus dem BIM Modell heraus solche Daten erzeugen können, die man auch industriell weiter verarbeiten kann.
00:22:49: Also diese Schnittstelle ist geschlossen, die kriegen wir heute geschlossen hin.
00:22:53: Das heißt, wir bauen unsere Häuser eigentlich nicht mehr sondern wir können sie produzieren und das ist natürlich ein Mehrwert insofern dass wir eine höhere Präzision haben, eine geringere Fehler Anfälligkeit oder bessere Planbarkeit also auch was Kosten und Termine betrifft.
00:23:10: Wir wissen viel früher vielmehr Dinge im Prozess.
00:23:14: Und das hilft uns natürlich allen, die am Bau beteiligt sind nicht zuletzt den Auftrag geben, weil sie natürlich auch immer wissen wollen was sie der Spaß kostet und wir müssen natürlich auch darauf hinwirken dass das eingehalten wird.
00:23:28: aber mit diesen vielen Zufällen, die wir bisher im Bauprozess drin hatten funktioniert es nicht so wenn wir diese Prozesskette bis zum Bauen schon mal geschlossen haben und wir auch die Unternehmen angeschlossen haben.
00:23:39: also das heißt Wir im Prinzip auch aus diesem Planungsprozess heraus Bestellungen auslösen können, die dann genau wissen was das ist und diese Daten dann auch wieder zurückführen in dieses Modell.
00:23:51: Dann ist es auf einmal gar kein Aufwand mehr.
00:23:53: wir zerbrechen uns den Kopf darüber heute wie wir diese ganzen Daten in unsere Modelle reinbekommen und wir müssen die teilweise händisch eintragen.
00:24:04: Gleichzeitig ist es aber so, wenn wir den Prozess sauber bauen.
00:24:07: Dann trägt jeder seine eigenen Daten da rein und dann haben die alle zusammen.
00:24:11: Und dann sind wir beim Status.
00:24:13: Da ist das Haus gebaut, ich habe ein Modell, da ist alles drin und dann können wir damit auch weiterleben über die Nutzung des Hauses hinweg und irgendwann wird er auseinandergebaut und dann wissen wir genau welche Eigenschaften diese Teile haben, die wir wieder in den Kreislauf bringen.
00:24:26: Das ist das wo wir hin wollen und davor haben überhaupt keine Angst mehr, dass funktioniert jetzt.
00:24:31: Das ist ein Riesenpotenzial, das heißt wir können viel effizienter bauen und wir können aber auch viel effi- zenter mit unserem Gebäudebestand gehen.
00:24:39: Und wir können eben die Gesamtlieferketten mit einbeziehen.
00:24:42: also das ist sicher für die Bauindustrie nicht uninteressant.
00:24:46: Diese Diskussion gibt es ja schon seit einigen Jahren wenn man irgendwie im System denkt und baut dass es einem Möglichkeiten bietet in der Zukunft damit zu arbeiten gerade wenn man das auch noch Sorten rein und mit allem was dazugehört denkt.
00:25:00: ich frag mich oft Wie häufig wird es denn tatsächlich genutzt, dass wir wenn jetzt zum Beispiel über ein Schulgebäude sprechen oder einen Bürogebäute was im System umgesetzt wurde das Ganze eben rückzubauen und in einer neuen Form oder mit einer neuen Nutzung wieder aufzubauen.
00:25:22: Also richtig Beispiele dazu sind mir persönlich eigentlich nicht bekannt im kleineren Maßstab ja aber in den größeren fast nicht.
00:25:31: Kannst du uns da was dazu sagen?
00:25:33: Hast du da andere Erfahrungen?
00:25:36: Im Moment gibt es das relativ selten.
00:25:38: Es ist auch eine Frage noch immer des Maßstabes, weil das Material, was wir kriegen natürlich auch ein Stück weit eingeschränkt ist.
00:25:45: Wenn wir uns ältere Häuser anschauen jetzt einige hundert Jahre alt sind die in der Regel nicht aus nur neuen Materialien gebaut worden oder wissen wir dass das dort schon stattgefunden hat.
00:25:57: Da haben gerade im laufenden Projekt in Österreich eine Berghütte die neu gebaut werden sollte, wo wir gesagt haben.
00:26:04: Wir können jetzt nicht das ganze alte Material im Berg runterbringen und dann das ganze neue Material wieder da hochfahren, sondern wir lassen doch bitte alles das was wir gebrauchen können
00:26:12: dort.".
00:26:13: Und das führt dazu ist ganz spannend dass wir tatsächlich es aus Holz gebaut relativ viel wieder verwenden können und das bedeutet aber klarerweise, dass wir ein Inventar schaffen müssen oder uns überlegen müssen welche Teile passen dann in das neue Haus.
00:26:32: Das ist der eine Weg oder zu sagen, der andere Weg.
00:26:35: Wir schauen welches neue Haus können wir eigentlich aus den Teilen bauen die wir da noch haben?
00:26:41: Und das sind jetzt im Moment eher kleinere Objekte.
00:26:45: Da wird es aber jetzt.
00:26:46: in nächster Zeit kann ich hier gleich mal an Tisern noch neue Sachen geben.
00:26:51: Es gibt ein Büro d.h.
00:26:52: Supertexture.
00:26:54: Die sind sehr stark in diesem Reuse-Bereich unterwegs, im kleineren Maßstab auch global.
00:27:01: Und unser Büro, wir haben jetzt Joint Venture gegründet das Super Trifalla heißt.
00:27:07: an der Stelle werden wir tatsächlich ganz fokussiert auf genau diese Fragestellungen wie baue ich aus gebrauchten Material neue Häuser und wie bau ich solche Häuser?
00:27:18: die dann später als Materialquelle dienen, diese Fragestellung eigentlich als Beratungsleistung zu behandeln.
00:27:24: Also das ist das was jetzt anläuft und da gibt es auch schon Projekte, die jetzt auch dieses Jahr vorgestellt werden.
00:27:31: Wenn du auf dein eigenes Büro jetzt schaust wie oft kriegst ihr mit euren Bauherren?
00:27:36: Und auch mit den finanziellen Mitteln Die Sachen so umgesetzt Wie ihr sie auch tatsächlich zukunftssicher andenkt und plant?
00:27:44: Bekommt ihr das schon mit hundert Prozent eurer Bauherrn durch?
00:27:48: Jetzt müsste ich ja sagen, die meisten Projekte kriegen wir über Wettbewerber und wir wissen ganz genau.
00:27:53: Wir müssen mit Hundertfünfzig Prozent Ideen reingehen das wir hundertprozent auf den Boden bringen.
00:28:00: also dass heißt der Blumenstraußer Möglichkeiten ist schon während der Ideenfindung deutlich größer als das vielleicht realistisch sehen würde.
00:28:08: gleichzeitig ist es uns aber wichtig wir wollen nur solche Häuser bauen die sinnvoll sind oder daher kämpfen wir auch dafür.
00:28:17: Wir denken immer, wir kämpfen für das Gute.
00:28:19: Wir kriegen deswegen natürlich oft genug auch in solchen Prozessen Situationen die ja ungut sind oder weil wir uns vielleicht an der einen oder anderen Stelle festbeißen.
00:28:30: da versuchen wir immer den richtigen Regler zu finden aber wir sehen es schon als unsere Aufgabe davon zu überzeugen was ein sinnvolles Gebäude ist.
00:28:39: Das ist schwierig, es gibt solche Gebäude jetzt.
00:28:41: in Heidelberg wird bald eins fertig.
00:28:43: Wir haben einen riesen Wettbewerb gewonnen und alles super Holzbau und elementiert und rückbaubar und alles mögliche.
00:28:52: und dieses Projekt ist dann eben durch die Mühlen der Zeit gegangen.
00:28:55: Und jetzt am Ende ist es ein Steilbeton Ziegelgebäude mit Wärmedämpfer-Bundsystem und ein paar lustigen Farben dran.
00:29:03: Und da fragt man sich dann schon, also es gab Situationen wo wir uns gedacht haben.
00:29:08: Da steigen wir aus das bringt nichts.
00:29:10: Gleichzeitig müssen aber auch solche Sachen fertig bringen und sagen okay unter den Unständen die dann dort herrschen machen wir's so gut wie möglich.
00:29:18: Das ist aber schwierig
00:29:21: um den Bogenommer zum anfangen zu schlagen.
00:29:23: Die Verantwortung liegt nicht nur allein bei uns als Architekten.
00:29:27: Ja genau und dass ist vielleicht wieder diese Vermittlerrolle.
00:29:30: Wir müssen versuchen zu überzeugen Und es wird dann vielleicht so gut, dass uns gelingt.
00:29:37: Es ist jetzt anmaßen zu sagen und wir wissen was Gutes.
00:29:40: Das ist auch durchaus so, dass ein Gebäude anders werden kann als das am Anfang gedacht wurde weil man in der Diskussion mit den Auftraggebern, mit den anderen im Planung Beteiligten zu einer besseren Idee kommt.
00:29:54: Dann ist das eine andere Idee als die Initiale aber es ist trotzdem gut.
00:29:57: also ich möchte nicht sagen Wir sind die einzigen die wissen die grünten Häuser geben sondern diesen Prozess müssen wir gemeinsam gehen und im Konsens sagen, okay das ist sinnvoll oder dass es nicht sinnvoll.
00:30:09: Und klarerweise aber mit einer Inspirationsaufgabe.
00:30:14: also wir sehen uns unsere Aufgabe zu sagen was ist möglich?
00:30:17: Was wird in Zukunft das Richtige sein?
00:30:20: ich meine das ist ja noch ein Thema.
00:30:21: Wir planen heute Aber wir realisieren in fünf Jahren und wir benutzen das Haus dann hundert Jahre lang.
00:30:29: Also das heißt diese Antizipierung auf das was läuft Die muss natürlich klappen.
00:30:34: Wir haben mal so eine Veranstaltung gemacht, die hieß Futur Anterieur.
00:30:38: also das ist der französische Begriff für Futur II.
00:30:42: Es wird gut geworden sein!
00:30:44: Wir beschäftigen uns heute mit Sachen, die wir gar nicht wissen ob sie in Zukunft eigentlich gut sind oder nicht.
00:30:49: Das ist ja ganz spannend.
00:30:51: Also
00:30:51: d.h.,
00:30:52: der Beweis Für die Qualität unserer Leistung.
00:30:56: Jetzt sind wir wieder bei DIN Oder DIN erfüllt Ja oder Nein Dann kann ich diesen Erfolg relativ schnell haben.
00:31:01: Aber ob das Haus dann am Ende tatsächlich gut ist und lange Gültigkeit behält, werden wir dann sehen.
00:31:08: Das ist vielleicht auch ein ganz schöner Teil unserer Aufgabe, dass wir für etwas Kämpfen der Erfüllung möglicherweise gar nicht mehr selbst erleben.
00:31:16: Also diese Dauerhaftigkeit bleibt im Haus vielleicht zwei Hundert Jahre stehen.
00:31:20: Bevor wir jetzt quasi auch schon wieder in die Schlussrunde abbiegen müssen wir natürlich noch ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten.
00:31:30: Ihr seid gerade als Bruder in einer Übergangsphase, also von den Namen der Berufgründer zu einer neuen verteilten Autorenschaft und einer neuen Projektorganisation.
00:31:41: Vielleicht holst du unsere Zuhörerschaft noch kurz dazu ab?
00:31:46: Ja wir kamen an dem Moment, da in dem wir gemerkt haben dass diese Verkürzung auf die beiden Gründer, die natürlich das Unternehmen sehr stark beeinflusst haben oder jetzt mit Muchuntertrifalle auch immer noch tun dass es aber nicht die ganze Wahrheit ist.
00:32:02: Wir sind heute hundertseptzig Leute, wir sind heute hundred-siebzig wunderbare Ideengeneratoren und wir fanden die Idee das wir so auftreten, dass wir gemeinsam diese Kraft auf die Straße bringen eigentlich ganz spannend und deswegen hatten wir dann durch das Weglassen einiger Buchstaben mit dem Andreas Übele gemeinsam diesen ETFLR Begriff erfunden.
00:32:25: Wir wollten das nur als Bildmarke eigentlich erstmal verwenden.
00:32:29: Aber wir haben dann festgestellt, dass es über die Zeit sich eingebürgert hat und jetzt entschieden war uns, dass wir mit DTFLR weitergehen wollen ab dem nächsten Jahr und mehr Gemeinsamkeit eigentlich erzeugen und sagen okay wir sind alle hundertseptzig Leute dieses Büro.
00:32:47: Dann haben wir noch auf der Webseite so einen schönen manifestartigen Satz gefunden Wir planen für morgen dürfen aber nicht arbeiten wie gestern.
00:32:57: Das klingt echt wie eine Revolution, die er da
00:32:59: einleitet.".
00:33:00: Darüber haben wir ja gesprochen.
00:33:02: also wir haben die Möglichkeiten heute moderner zu arbeiten und das müssen wir nutzen und es müssen alle nutzen und ich glaube dass ist unsere große Kraft, die wir heute auf die Straße bringen.
00:33:14: Wir dürfen trotzdem das Handwerk nicht verlieren.
00:33:16: Also das architektonische Handwerk Wie schaffen wir gute Räume?
00:33:21: Das ist schon seit dem Menschen Räume schaffen ähnlich.
00:33:25: Es geht immer um Proportionen, es geht immer über Licht und Schutz vor Wetter, Klima – was auch immer!
00:33:33: Das hat sich so stark nicht verändert und das wird wahrscheinlich noch so bleiben.
00:33:37: aber es gibt ganz viele Themen die darüber hinweg gehen, die wir jetzt gerade auch besprochen haben, die uns einfach dazu bringen dass wir viel besser werden, viel schneller, viel präziser, viel effizienter.
00:33:47: und das geht jetzt.
00:33:50: Wie Uwe bereits angekündigt hat, wir nähern uns dem Ende unseres Podcasts und solltest du schon mal in ein zwei Folgen reingehört haben?
00:33:58: Dann weißt du dass wir uns für den Schluss immer eine sehr persönliche Frage aufheben.
00:34:04: Dad or Alive?
00:34:05: Mit wem würdest du gerne einen Tag im Leben tauschen?
00:34:09: Es muss nicht aus der Architektur sein.
00:34:12: Bist völlig frei in deiner Wahl.
00:34:15: Also es gab mal eine Zeit lang, da fand ich diesen Gedanken.
00:34:18: Man könnte Senna oder Winzer sein.
00:34:20: ganz spannend weil das Unmittelbare so wenig wichtig ist sondern die Entscheidungen, die ich treffe sind viel längerfristig.
00:34:31: also die Qualität, die Ich erzeuge mit meiner Handlung heute Die wird sich erst in einigen Jahren dann auszeichnen und diese Gelassenheit, die man dafür braucht um das zu ertragen Die fand ich ganz spannend.
00:34:46: Also daher war das mal eine Zeit lang so, dass beraufig sehr stark gezielt habe, wo ich sage auch gegenüber dem, dass wir jede Sekunde irgendwelche Entscheidungen rausfeuern müssen und neue Sachen zusammenbauen, die fand ich dann ganz gut.
00:35:01: Diese Gelassenheit ist vielleicht ein Stück weit... verkürzt, weil diese Senne oder auch Winzer natürlich auch solche Fragestellungen haben die sehr kurzfristig sind.
00:35:10: Aber so die Frage okay wenn ich an der Lage jetzt diesen Weinpflanze dann weiß ich das erst nach relativ vielen Jahren ob das eine gute Entscheidung war und das fand ich mir gut.
00:35:22: Ganz herzlichen Dank dass du dir heute Zeit für uns genommen hast uns ein bisschen in eure neue Philosophie in euer neues Büro eingeführt hast Und ich glaube da sind heute noch ein paar Gedanken aufgekommen bei uns und unseren Zuhörern auch nachhalten werden.
00:35:38: Also ganz herzlichen Dank!
00:35:39: Und einen anderen bis zur nächsten Folge des Young Talks Podcast.