00:00:00:
00:00:05: Was ist euch lieber, die Funktion oder die
00:00:08: Atmosphäre?
00:00:09: Und seid ihr eher der Dienstleister oder der Coach?
00:00:13: Kreativer Dienstleiser.
00:00:15: Elfenbein-Türm, der Wissenschaft oder Open Source – was ist euch Lieber?
00:00:20: Open Source,
00:00:21: definitiv!
00:00:23: Krankenhäuser Forschungszentren oder Bildungseinrichtungen gelten häufig als hochfunktionale Spezialbauten.
00:00:28: Für Joel Hahn und Hubert Juraneck vom Architekturbüro Telleride sind sie jedoch weit mehr als das.
00:00:34: Sie verstehen diese Gebäude als gesellschaftliche Infrastruktur, als Urte an denen Heilung Bildung Forschung und Begegnungen überhaupt erst möglich werden.
00:00:42: Dabei interessiert Tellerid weniger der spektakuläre Einzelobjekt als die Frage welche Verantwortung Architektor hierfür trägt.
00:00:50: Warum darf Gestaltung keine Frage des Budgets sein?
00:00:53: Weshalb verstehen sie sich eher als Coach ihrer Bauherren denn als klassische Entwurfsautoren?
00:00:58: Und warum entstehen gute Gebäude häufig erst durch produktiven Widerspruch?
00:01:02: Und weshalb beginnt Architektur für sie dort, wo man hinter die eigentliche Aufgabenstellung schaut.
00:01:07: Über diese und weitere Fragen sprechen wir Dr.
00:01:09: Uwe Bresnern und Eva Herrmann heute mit Joel Hahn und Hubert Juraneck im JungTalks Podcast!
00:01:25: Im Vorgespräch, was wir geführt haben, haben wir ja gemerkt dass ihr wahrscheinlich weniger über konkrete Bauten sprechen wollt oder das es noch viele andere Themen gibt.
00:01:34: Sodass wir eher über eure Haltung sprechen wollen.
00:01:36: deswegen wechseln wir heute wieder unser Format und servieren euch einfach Schlagworte.
00:01:40: uns sind gespannt auf eure sehr spontanere Reaktion da drauf.
00:01:43: seid ihr bereit?
00:01:44: Aus geht's!
00:01:45: Das erste Schlagwort ist Design.
00:01:48: also ihr habt gesagt design hat nichts mit Geld zu tun.
00:01:50: das war für uns natürlich sehr interessant.
00:01:51: das klingt aber auch ziemlich idealistisch.
00:01:54: Warum sehen dann viele Bauten nicht danach aus?
00:01:56: Also unter diesem Aspekt nochmal der Begriff Design.
00:01:59: Die
00:02:00: design war lange Zeit bei mir so ein bisschen negativ behaftet, weil ich damit irgendwie diese begriffe vom Design Hotel so irgendetwas additives verbunden habe.
00:02:09: Man hat irgendwas und da mache ich ein Stück Design drauf Und im schlimmsten Fall nennt man das dann Architektur.
00:02:14: Inzwischen bin ich entspannter mit dem Begriff dass ich ihn eben auch als das begreift von was wir tun, dass wir gutes Design eben als Integrales betrachten.
00:02:22: Eben nicht nur die Schönheit, die Ästhetik eines Gebäudes sondern vor allem eben auch die Organisation und die Funktion mit Atmosphäre und Ästätik zu überlagern.
00:02:32: ein toll funktionierendes Gebäude würde ich als herausragend gutes Design bezeichnen ohne dass es vielleicht in jedem Architektur Magazin aufgetaucht wäre.
00:02:41: Das ist glaube ich aber so ein bisschen die DNA-Hubert von uns, dass wir bei den Bauern ja immer an der Schnittstelle auf diesem Grad wandern.
00:02:47: Die reden halt häufig über Funktionsgebäude und wir sagen das unsere Designaufgabe eigentlich das Gebäude erst richtig zum Funktionieren bringt.
00:02:55: insofern bin ich inzwischen da relativ entspannt mit dem Begriffen für den Gut für das was wir tun.
00:02:59: Ich glaubte es hat einfach auch über viele Jahre anders besetzt worden von irgendwelchen Einrichtungszeiten für Zuhause oder irgendwelche wirklich komischen Dinge.
00:03:09: Und wenn so ein Begriff natürlich anders besetzt ist, das kennen wir ja auch aus der Politik.
00:03:13: Dann distanzieren sich natürlich oft genau diejenigen, die das unter Umständen geprägt haben.
00:03:18: Vielleicht erobern wir diesen Begriff dann ja auch wieder zum Gewissenmaß zurück?
00:03:22: Denn es ist denke ich unsere Überzeugung dass Design was anderes ist als Kunst.
00:03:28: Design hat eine Funktion und ich glaube deswegen ist der Begriff sicher die richtige Richtung.
00:03:33: Das heißt einen ästhetischen Anspruch aber mit einer Funktion zu verknüpfen.
00:03:37: Also man kennt es aus der Typografie oder auch anderen Themen.
00:03:41: Kunst muss vielleicht bei Graphities nicht lesbar sein und das ist trotzdem schön provozierend, lässt eine mit Fragen zurück.
00:03:48: aber Architektur sollte eher Antworten geben und Design auch dass man eben den Weg findet und deswegen ist das sicher ein Begriff der hier zutrifft.
00:03:57: und wenn man eben dabei ist dann hat Design in erster Linien nichts mit dem Budget zu tun und an dieser Schnittstelle sitzen wir Das hier ohne diese monetäre Situation sehen, denn man findet bei IKEA zum Beispiel sehr gutes Design das erschwinglich ist.
00:04:13: Und daher glauben wir dass es wirklich für alle auch ein Thema ist.
00:04:21: Also was du gerade sagst finde ich auch wichtig, dass das eben keine editäre Veranstaltung ist wenn wir gute Architektur oder gutes Designer bieten wollen.
00:04:29: Da kommen wir schon zu dem nächsten schwierigen Begriff Maschine.
00:04:33: im Vorgespräch hießes Die Maschine ist der Antagonist, der Architektur.
00:04:38: Und gerade also bei den Gebäuden die ihr baut, ist natürlich die Haustechnik ein wesentlicher Anteil?
00:04:44: Da muss man natürlich manchmal fragen, hat die Architektor den Kampf gegen die Technik schon längst verloren?
00:04:50: Ach nein!
00:04:51: Soweit würde ich ja nicht gehen.
00:04:52: Gottes Willen!
00:04:53: Also nicht so langsam es gibt als Architekten.
00:04:56: Wir haben es anders formuliert.
00:04:57: Ich habe es nicht ganz genau erinnerungen aber es ging um dieses Gegenüber von.
00:05:01: Man spricht einerseits von Architektur und andererseits vom Funktionsbau, als wären das zwei unterschiedliche Dinge.
00:05:08: Und in meiner Wahrnehmung ist es so, dass das sehr häufig, also was völlig getrenntes daherkommt – auch meine Wahrnehmung ist, dass was ja sehr deutsches ist, Design- und Funktionen oder Architektorinfunktion auseinanderzutrennen.
00:05:20: Ich hatte den letzten Gespräch mit dem Geocape, das war ein Interview für die Transkripte.
00:05:25: Der hat auch gesagt, ist das eine nicht irgendwie so Kunst, sondern das andere ist dann irgendwie Funktion?
00:05:29: Muss man das irgendwie verheiraten?
00:05:31: Ich finde das ist was der deutsches.
00:05:33: die deutschen konnten jahrelang herausragend gutes design und gute funktion zusammenbringen.
00:05:37: also wenn man an braun denkt, wenn man.
00:05:39: Die großen automobilikon von unseren deutschen automarken denkt dann da dass mal lange zeit kein widerspruch.
00:05:45: und italiener können es halt am besten die sagen bis heute berler markina als für die ist das bis heute vollkommen normal dass selbst eine kaffeemaschine genial geil aussehen muss.
00:05:55: Das ständige Trennen von Funktionen und Design ist was sehr Deutsches.
00:05:58: Und wir versuchen es, glaube ich mit unserer Arbeit wieder zu verheiraten.
00:06:02: Wo haben wir das denn verloren?
00:06:04: Also wo sind wir denn falsch abgebogen?
00:06:06: Naja bei DIN einundzwanzigtausendvierhundertdreiundzwanzig irgendwo hätte ich gesagt ja!
00:06:12: Und VDI und Richtlinien und Hassel nicht gesehen.
00:06:14: und Bürokratie drei Punkt null.
00:06:16: Irgendwo dort hat sich eingebürgert dass du froh bist wenn's überhaupt noch funktioniert.
00:06:21: Wenns gut aussehen muss Dann muss irgendwie ein Wettbewerb her und dann muss das viel Geld kosten.
00:06:25: Und dann darf das eigentlich nur noch für ganz strahlende übergeordnete Gebäude sein, aber das was die Hubert eben auch gesagt hat ist, die Alltagsarchitektur, die muss doch herausragend Design sein weil sie macht achtzig, neunzig Prozent unserer Umgebung aus und nicht das Museum oder irgendein besonders Regierungsgebäude.
00:06:41: also Design muss doch ständig zugänglich sein und deshalb darf es auch nichts mit Geld zu tun
00:06:45: haben.".
00:06:50: Einhaltung der Dien-Normen und Arbeitsstättenregeln führen.
00:06:53: Und wenn du das geschafft hast, dann ist alles gut.
00:06:56: Ich glaube, dass es der größte Fehler, denn man irgendwie fahren kann, dass wir unseren Regeln festhalten.
00:07:02: und wenn man dann sagt Du hast Zitin XY eingekalten aber wen interessiert es am Ende?
00:07:07: Wenn das Haus da steht natürlich soll's nicht rein regnen Natürlich solls Normen folgen Aber die Emotionalität Am ende ist doch das entscheidende Kriterium.
00:07:16: Das aber ist in der Diskussion irgendwo verloren gegangen.
00:07:20: Wann das passiert, kann ich gar nicht ganz genau sagen.
00:07:23: Ich glaube oft ist es ein schleichender Prozess.
00:07:25: Wir leben hier denke auch vor allem in Deutschland in einer Vollkaskogesellschaft.
00:07:30: also ja kein Risiko einzugehen und wenn wir Risiko übernehmen soll es der Staat machen?
00:07:36: Ich glaube dass das eines der Grundthemen ist, dass andere Länder, andere Gesellschaften eine andere Risikopereitschaft vielleicht mitbringen, auch nicht diese reine Staatshörigkeit haben und dann oft mal probieren Klar kann dann mal was in die Hose gehen.
00:07:51: Aber ich glaube, in diesem Spannungsfeld versuchen wir uns zu bewegen und dass wir sagen okay, wir hinterfragen die Themen und können dann vielleicht auch neue Ideen kreieren und da auch
00:08:01: entwickeln.".
00:08:03: Da fällt mir immer ein wunderbares Zitat, das ich mal mit einem niederländischen Architekten was er mir gesagt hat, der hat gesagt, in Deutschland wird gebaut was erlaubt ist und in den Niederlanden wird gebaut, was nicht verboten ist!
00:08:12: Und es ist ja ein riesengroßer Unterschied.
00:08:14: Das macht dieses ganze Innovationsspektrum auf, ne?
00:08:16: Was wir irgendwie so'n bisschen verlieren
00:08:19: Total.
00:08:20: Nicht zuzufügen, trifft sehr gut!
00:08:22: Dieses Hinterfragen ist natürlich sehr anstrengend also eine intellektuelle Leistung die nicht jeder gehen möchte und wir glauben aber es ist essentiell denn Architektur ist eine automatische Teilhabe ja?
00:08:35: Also ein Bild kann man abhängen oder irgendwo verhängen Oder verstecken Aber Gebäude steht im Raum egal ob man's möchte oder nicht.
00:08:46: Und hier mit Belanglosigkeit, mit Banalität zu arbeiten und dann aber über eine Dien-Normenerfüllung.
00:08:53: Die Legitimation herbeizuzaubern ist glaube ich eines der größten Probleme die wir haben in der Qualitätsdiskussion.
00:09:02: Das passt wunderbar zu unserem nächsten Stichwort das haben wir vorhin schon in den drei Wortpaaren abgefragt nämlich Diese Frage nach dem, was ist eigentlich eure Rolle?
00:09:11: Seid ihr der Personal Coach, seid ihr der Komplize, seit ihr der Dienstleister.
00:09:15: Wie ermächtigt ihr die Bauherren genau diese Entscheidungen zu treffen und dann auch den Arsch in der Hose haben und dahinterzustehen?
00:09:23: Hast du gerade Arsche in der Huise gesagt?
00:09:26: Hab ich gesagt!
00:09:28: Man könnte es mit Mut auch bezeichnen.
00:09:29: Ich glaube so viel wird das bezeichnet aber das trifft schon.
00:09:32: also wir sind definitiv auch Dienstleiste.
00:09:34: Also ich würde mich jetzt hier nicht hinstellen.
00:09:36: Wir wissen, wie es zu laufen hat und der Bauherr hat uns gefälligst zuzuhören.
00:09:40: Das wäre zu leicht!
00:09:42: Es ist genau das, dass wir natürlich bei uns die Bestellung des Bauherren sehr genau anhören aber eben auch hinterfragen was wirklich hinter dieser Bestellungen steckt und ob er wirklich mit dem was er denkt, dass er braucht alles kriegt, was er wirklich benötigt.
00:09:57: also rauszuholen aus der Aufgabe was drin ist.
00:10:01: Ich denke ich das war diesen Aspekt Coach Nicht paternalistisch, belehrend sondern beratend herausfordernd.
00:10:08: Das wäre meine Wortwahl dabei zu sagen wie kriege ich ihn aus einer Komfortzone heraus?
00:10:13: Weil das ist doch häufig Teil der Bestellung dass jemand das bestellt was er bisher hatte vielleicht in Neu aber was wirklich dahinter stecken kann geht noch mehr ja in der Aufgabe drin.
00:10:25: Das is dann jenseits der Dienstleistungen des Coachings auch partnerschaftliche Rauskitzeln mit Dialog.
00:10:34: Ich glaube auch, es ist ein Befähigen vielleicht.
00:10:37: Es kann sein das der Bauherr bestellt.
00:10:40: okay ich hätte jetzt gerne einen Burger aber ob der Burger in der Früh zum Mittag und am Abend immer die richtige Wahl ist unter Umständen zu bezweifeln.
00:10:50: und ich glaube wenn man eben die Bestellung sieht dann kommen wir vielleicht aus der Küche und sagen Schau her!
00:10:55: Es gibt noch viele andere gute Dinge die heute am Markt frisch waren.
00:11:02: Die hast du vielleicht noch gar nicht gesehen, aber schau in einem anderen Projekt haben wir es so und so gemacht.
00:11:06: Und das Menü kann auch anders gestaltet sein weil es vielleicht sogar besser schmeckt, besser aussieht und am Ende gesünder ist.
00:11:14: Und satt hörst du trotzdem?
00:11:15: Genau!
00:11:16: Ich glaube das ist unser Job also nicht nur dem Burger zu servieren, sondern der Bau hat den Burger bestellt, sondern eine Bandbreite aufzumachen und ihm zur Klärnschaft her, da gibt's mehr und ihm vielleicht beim Kochen zu helfen.
00:11:28: Weil am Ende muss er selbst mit den Zutaten wenn er sie dann hat... in die Küche gehen und kochen.
00:11:33: Ich glaube, das ist diese Situation wie wir uns begreifen neben dem Coach, den Befegen jemandem zu zeigen okay da gibt es noch mehr, da gibt's eine ganze Palette davon.
00:11:43: der Bauer muss er selber dann damit laufen oder Nutzer.
00:11:46: oft sind das ja zwei Parteien in dieser Struktur Und vielleicht auch wenn man gewisse Bewegungen falsch vielleicht gelernt hat Dann sehen wir sogar manchmal sogar der Fissure Therapeut dass man sagt hey schau her Die Bewegung kann man wieder runterüben und dann hast weniger Schmelzen danach.
00:12:02: Also wir sehen uns von mehreren Seiten empathisch, gemeinsam rangehend um die beste Lösung zu suchen.
00:12:11: Jetzt habt ihr natürlich hoch funktionale Forschungsgebäude wo Forschungsgruppen aus aller Herren Länder irgendwie drin sitzen.
00:12:19: da steckt ja auch viel Zukunftsmusik drin.
00:12:20: also viele Dinge sind ja noch gar nicht fertig definiert weil sie ja selber noch nicht wissen was kommt dabei raus?
00:12:25: Was für Räume brauchen.
00:12:26: Also da muss ja eh schon so eine gewisse Flexibilität drin sein.
00:12:29: Auf der anderen Seite haben die krasse Budgets, sind an krassen Orten also... Da klärchen ja quasi so zwei Welten aufeinander oder?
00:12:36: Wie stelle ich sicher das bestimmte Dinge einfach erfüllt sind?
00:12:38: und wie las sich so viel Flexibilität, dass da ganz viel Musik noch drinnen ist?
00:12:42: Stelle ich mir schwierig vor, das immer abzuwägen?
00:12:46: Oder ist es gar nicht so schlimm?
00:12:48: Uns fällt es nicht schwer, das abzubegen würde ich sagen.
00:12:51: Ich glaube aber auch, dass ein Stück Erfahrung inzwischen drin steckt Dass wir hinter der Spezifik der Aufgabe die auch eine punktgenaue Lösung manchmal braucht.
00:13:00: Auch immer wieder das Potenzial suchen, wie kann ich es auf seinen Wesenskern reduzieren und mich eben nicht nur über die spezifischen Anforderungen unterhalten?
00:13:09: Und das passiert im Dialog, weil wir können das nicht sagen, mal im stillen Kämmerlein machen.
00:13:14: Es passiert dadurch, dass wir die richtigen Menschen auf der anderen Seite adressieren also auch Menschen, die über die Institution oder über das Gebäude in die Einrichtung hinaus eine Vision haben diese Leute zu finden mit ihnen in den Dialog kommen und sich gegenseitig anzustecken.
00:13:30: Das ist so ein Punkt, also dieses Spannungsfeld was du beschreibst.
00:13:34: das ist schon wesentlicher Teil unserer Arbeit weil dass eigentlich jeder Bauherr heute sagt das Bewusstsein ist schon da es ist nicht nur so dass die Leute sich und gibt es eine Einzelstücke bestellen.
00:13:44: das gibt es auch mal.
00:13:46: aber viele sind sich im Klaren darüber dass Forschung sich verändert oder auch Gesundheit wird sich verändern massiv wird sich Und dass ein Gebäude eben nicht nur heute oder in fünf Jahren, sondern auch in fünfzig Jahren noch gültig bleiben muss.
00:13:58: Die wesentlichen Teile sind eine gewisse Flexibilität damit das Haus lange gültigt bleibt und aber auch was wir eingangs gesagt haben mit dem Schlagwort es muss immer atmosphärisch sein Es muss immer ein Haus sein was nicht nur funktioniert sondern auch geliebt wird weil dann hat's auch eine Chance lange zu leben und gepflegt zu werden und sich weiterzuentwickeln Nach dem Beispiel, aber ein Kind das geliebt wird.
00:14:20: Das entfaltet sich ganz anders und entwickelt sich ganz anderes.
00:14:23: Das ist die Chance in jedem Gebäude, der drin steckt.
00:14:27: Es ist schon eine sehr große Spannungsfeld eigentlich zwischen Flexibilität und Passgenauigkeit.
00:14:33: Nicht
00:14:34: jedes Kleidungsstück passt auf jede Person, trotzdem soll es dann vielen passen, aber dann wieder anderen passen.
00:14:40: Also das ist ein Riesenspannungs-Feld indem wir uns bewegen weil einerseits sagt natürlich der Bauherr, das ist genau die Aufgabe und genau dahin müsst ihr das Haus entwerfen.
00:14:50: Das brauchen wir!
00:14:51: Dann heißt aber... Aber wir wissen ja gar nicht was in fünf Jahren ist.
00:14:54: Es ist ein Riesen-Spannungsfeld wo wir dann einen Buch aufmachen und sagen okay, was jetzt?
00:14:59: Es ist vielleicht so vergleichen wie eine Nebelwand.
00:15:03: Du die Scheinwerfer noch heller zu stellen, sieht man es nicht mehr.
00:15:06: Und da die richtigen Scheinwärfer zu finden Die richtigen Werkzeuge Ja, es sind andere Dinge Ist natürlich ein Stück Erfahrung, aber jedes Mal sich auch empathisch rein zu versetzen.
00:15:18: Ich glaube da braucht man schon die richtigen Personen dazu, die richtige Werkzeuge dazu.
00:15:23: auf den Neugier und den Mut von beiden Seiten also von uns natürlich wird es vorausgesetzt Aber wir können auch nicht jede Mutlosigkeit kompensieren.
00:15:34: Also wir werden ja manchmal so als Wunderwutz ist so wunderheiler hafte aus Aluminium Gold zu zaubern.
00:15:41: Also die Erwartungshaltung muss dann schon sein Das gemeinsam zu gestalten, wir können Fragen stellen.
00:15:46: Wir können Vorschläge machen aber wir können zum Beispiel das Grundstück nicht vergrößern.
00:15:51: Wir haben so viele Parameter die wir da gemeinsam versuchen müssen und wenn wir sagen keine Ahnung das Raumprogramm passt nicht aufs Grundstuck dann wäre es zum Beispiel ein Thema dass man nur gemeinsam mit Abschichtungen mit Reduktionen und so weiter lösen kann.
00:16:06: Aber wir können dann nicht durch Kreativität zum Beispiel des Grundstücks größer machen.
00:16:10: was ich dann noch ergänzen möchte ist.
00:16:12: Ich glaube schon, dass wir eine Art Zauberer in dem ganzen Kontext sind weil ich denke das unsere Rolle als Architekten eine besondere Fähigkeit mitbringt die fast allen anderen da abgeht und das ist der Umgang mit Unwegbarkeiten im Prozess.
00:16:25: also wenn man sich an so einem Gebäude heran nähert dann reden sehr viele Leute über etwas was noch nicht da ist und das Bauwesen als solches und insbesondere das Hochtechnisierte in den Bereichen den wir uns bewegen.
00:16:36: Es herrscht fast ein manischer Zwang gerade bei öffentlichem Bauherren und dann auch bei der Gebäudetechnikplanung und der Bautechnik-Planung.
00:16:42: Wir müssen genau wissen, was dort passiert damit wir genau dafür die Lösung finden können.
00:16:46: ich muss wissen wie viel Abwärme erzeugt dieses Gerät damit ich so und so viele Kilowatt Kühlung dahinten bringen kann.
00:16:53: Und das verengt eine Diskussion wahnsinnig schnell!
00:16:56: Dann haben alle Scheuklappen an den Augen und da geht es nur noch gerade aus im Kopf runter.
00:17:01: Ich finde schon, dass es insbesondere unsere Aufgabe ist und ich finde aus unserer Profession heraus sind wir die einzigen, die's eigentlich können diese Vision hochzuhalten im Projekt.
00:17:09: Und immer wieder Leute aus ihrem Sumpf zu holen der Fachdiskussion und diesem, ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht.
00:17:15: also jetzt keine Zauberkraft so weit würde das nicht sein.
00:17:17: aber wir bringen eine besondere Fähigkeit in einem Projekt mit.
00:17:21: Das ist unsere Verantwortung weil wenn wir ihn nicht mitbringen dann wird nur noch fertig gemacht.
00:17:30: Wir befinden uns im Sommer, das ist der Sommer, der quasi auch das Gesundheitswesen nicht unberührt lässt.
00:17:38: Wir merken gerade in den großen Hitzewellen der letzten Wochen, dass unsere Krankenhäuser trotz aller Planungen darauf noch nicht ausgelegt sind.
00:17:46: anscheinend gab es dafür keine Dienennorm und wir haben immer noch genügend Krankenzimmer die ohne Klimaanlagen funktionieren.
00:17:53: Und du Joel hast grade gesagt In der Zukunft wird sich da ganz viel verändern und das in naher Zukunft.
00:17:59: Was seht ihr schon als Planende, was sind Entwicklungen auf die wir uns auch gesamtgesellschaftlich einstellen müssen?
00:18:06: Und wie wird sie eure Arbeit dann auch beeinflussen, diese Entwicklungen?
00:18:12: Ich glaube dass wir in einer massiven Veränderung sind.
00:18:15: also natürlich ist es eine Klimawandel.
00:18:18: Das andere ist aber auch der wirtschaftliche Umbau, der gerade bei uns stattfindet.
00:18:23: dann haben wir Bedrohungssituationen.
00:18:26: Also, wir haben so viele Dinge zugleich also nicht nacheinander die am Ende einen Einfluss hegen auf jeden Entwurf auch wenn man es mit wahrhaben möchte.
00:18:36: Wir haben damals eine Knappheit auf dem Bau verspürt als Mitarbeiter oder sei's auch Rohstoff durch Corona und durch den beginnenden Ukraine Krieg.
00:18:48: Also das war ja schon eine Herausforderung, aber ich glaube da kommt in ganz schnellen Schritten immer wieder was.
00:18:54: Ohne dass wir es vorhersehen können.
00:18:55: deswegen kann ich die Antwort nicht eins zu eins so geben.
00:18:57: Aber ich glaube wir müssen wie heißt es schöne Resilienz aufbauen also auch diese Unwegbarkeiten nicht gegeneinander antworten sondern miteinander.
00:19:05: Ich glaube das ist einer der größten Themen und dann sind wir schon eigentlich bei einem der größte Verhindere.
00:19:10: Das ist sozusagen das Ego eines jeden einzelnen.
00:19:13: Wir kennen's oft!
00:19:17: Ich hoffe, ich drehte jetzt niemanden auf die Füße.
00:19:20: Aber es ist ganz, ganz spannend!
00:19:21: Wir befinden uns in Situationen und dürfen ja dann mit Älzten reden oder Wissenschaftlern
00:19:27: usw.,
00:19:28: aber beeindruckend ist, dass eben im Krankenhaus anders operiert wird.
00:19:31: Und genau dort ist das richtig.
00:19:33: Also wir sind ja eher Moderator oft in diesem Gesamtprozess.
00:19:37: Ja?
00:19:37: Wir haben ja in so Großprojekten, sei es Gesundheitsgebäuden, sei als Forschungsgebäude... wahnsinnig viele verschiedene Protagonisten der Fachplaner.
00:19:46: Also wir verlassen uns auf Betriebsorganisationsplaner, auf Medizintechnikplaner
00:19:51: usw.,
00:19:51: also wie integrieren am Ende ja diese Punkte und müssen natürlich schon ein Gefühl mitnehmen sitzt das richtig aber trotzdem natürlich jedes Baufeld anders und da muss man jedes Krankenhaus anders strukturieren usw.
00:20:04: Und trotzdem ist es oft beeindruckend wie viel die Ecos damit spielen.
00:20:08: jeder Chef Hier meint nur bei ihm ist es richtig und genauso muss man machen, obwohl der vielleicht gar nicht mehr da ist.
00:20:16: Wenn das Gebäude in Betrieb geht weil wir reden ja tendenziell von Planungs inklusive Bauzeit sieben Jahre im Mittel wird jetzt mal sagen zwischen fünf und zehn Jahren braucht so ein Großprojekt aber erst wenn die einsteigen also oft dieses Jahr noch älter wenn's darum geht okay eine Finanzierung sicherzustellen also das beginnt oft vor unserer Zeit schon und auch die Bedarfe festzustellen.
00:20:39: Ich glaube, die Reaktionssituation scheitert ganz oft am Ego eines jeden Einzelnen.
00:20:45: Deswegen müssen wir die Resilienz stärken und sagen, okay, wir müssen es gemeinsam
00:20:49: lösen.".
00:20:50: Das ist meine Antwort vielleicht auf die komplexe Situation weil wir wissen wahrscheinlich nicht was passiert?
00:20:54: Wir wissen gewisse Dinge natürlich wissenschaftlich, was das Thema angeht Klimawandel also da Resilience aufzubauen.
00:21:01: aber ich glaube, da haben wir Antworten, die nicht jeder immer hören möchte.
00:21:05: Nicht jedes Thema muss man klimatisieren wenn die Baustoffe, die richtigen sind.
00:21:10: Wenn man richtig lüften kann wenn die Fassade passt, die Fenstergrößen passen.
00:21:16: also ich glaube da kann man passiv schon sehr viel machen ohne viel Energieeintrag.
00:21:21: aber ich glaub die Frage ist wie reagieren wir denn auf Dinge die nicht so berechenbar sind wieder Klimawandel?
00:21:26: Da wollen wir den Wissenschaftlern nur nicht zuhören.
00:21:29: aber es gibt ja viele andere Dinge auch.
00:21:32: und ich glaube die größte Thematik ist sicher wie gehen wir dann mit dem Demografiewandel um?
00:21:37: Wie gehen wir denn dann neben allen anderen Themen damit um, dass vielleicht die Rohstoffe knapper sind?
00:21:43: Dass es da Verteilungssituationen gibt.
00:21:45: Und das geht wahrscheinlich nur wenn wir sehr flexibel, sehr resilient sind, dass wir uns gegenseitig alles kaputt machen.
00:21:52: Also wenn's auf unsere Aufgaben bezogen ist also, dass das Bauen einen extrem hohen Beitrag zur grauen Energie leistet... Das ist ja bekannt.
00:21:59: Ich glaube, vierzig Prozent des CO-Zweihausstoßes in Deutschland oder der Welt liegt im Bau und zugrunde.
00:22:05: Insofern ist eigentlich der Neubau eine Optionität, man muss sich das sehr genau überlegen.
00:22:10: Das ist was aber für unseren Bereich Forschung und Gesundheit nicht so stark zutrifft.
00:22:15: Die Lösung liegt im Gebäudebestand in der Nutzung des Gebäudepestands.
00:22:19: Es zeigt die Erfahrung, dass der Gebäudenbestand deutlich besser für Büro- oder Wohnnutzungen heranzuziehen ist häufig aber für die Aufnahme von komplexen Gesundheits- oder Forschungsanrichtungen nicht geeignet ist und dann der Aufwand zu ertüchtigen zu hoch ist.
00:22:33: Es ist eine gesamtheitliche Aufgabe für die Architektenschaft, da wo wir uns gerade bewegen.
00:22:39: Ist es noch nicht so dominant?
00:22:40: Wir machen schon noch viel Neubau wenn ich jetzt auf Gesundheit und Forschung blicke.
00:22:44: In Gesundheit wird noch extrem viel neu gebaut werden müssen weil wir in Deutschland ein Riesenthema haben Berge von kleinen und mittelgroßen Krankenhäusern zu haben, die nicht sauber ausgelastet sind, ihre Leistungen nicht saube erbringen können.
00:22:58: Und der Trend geht dazu, diese vielen kleinen Mittelkliniken in großen Kliniken zu konsolidieren und eher quasi die lokale Gesundheitsversorgung im Ambulanzzentrum zu organisieren.
00:23:06: Also da wird es große Umwerfungen geben.
00:23:08: Das werken wir auch jetzt schon auf eine Auftragslage.
00:23:11: Der Trend geht dahin sehr große Klinik zu bauen.
00:23:13: Das adressiert uns auch weil wir eines der wenigen Büros in Deutschland sind, die überhaupt in der Lage sind nicht nur planerisch zum Projekt herzuwerten sondern auch prozessual.
00:23:22: also das ist ja nicht nur eine Frage von richtig oder falsch geplant.
00:23:26: manche können einfach so ein Prozess, der dann fast ein Jahrzehnt geht wie Humboldt gerade gesagt hat gar nicht mehr her werden.
00:23:31: Im Bereich der Forschung gibt es einen Neubau aber die größte Herausforderung der Forschungen in Deutschland ist ich sage mal die Grundlagenforschung ist in Deutschland gut besetzt mit Frauenhofer Max Blank und Helmholtz.
00:23:40: sie kennt ja alle auch die universitäre Forschung.
00:23:43: was fehlt ist Geld.
00:23:45: es fehlt venture capital.
00:23:46: also es fehlt kein Geld.
00:23:47: das Geld ist nur nicht an der richtigen Stelle.
00:23:49: sagen wir uns man so Geld ist immer genug da.
00:23:51: Es fehlt Venture Capital in Deutschland, das heißt es gibt die etablierten Forschungseinrichtungen.
00:23:55: Es gibt die industrielle Forschung.
00:23:56: aber wenn du eine geile Idee hast als junger Menschen aus der Uni rausfällst nimm's eigentlich am besten im Flieger nach Amerika und guck's da nach Kohle weil dann werden Ideen schnell gefördert.
00:24:06: In Deutschland ist das nicht bei null Aber es hat nicht die gleiche Kultur.
00:24:10: also hier in Deutschland ist Das Problem dass wir einfach nicht genug Investoren Geld haben um gute Forschung zu fördern Und das ist für uns so wichtig in Deutschland.
00:24:18: Wir haben keine Rohstoffe.
00:24:20: Auch die Industrie wird deutlich abnehmen.
00:24:22: Aber Ideen zu entwickeln, das ist was sehr Deutsches glaube ich nach wie vor.
00:24:26: Das Tüfteln bis zur Perfektion ausbaldowern.
00:24:30: Geile Ideen so entwickeln dafür bräuchte es noch mehr Raum aber dafür braucht es vor allem erstmal Geld.
00:24:34: also es muss vitaleres Finanzierungsmodell geben.
00:24:37: dass sehe ich eigentlich nur Moment wenn nicht jetzt mal auf unserem Bereich des Verenges.
00:24:41: Hubert hat gerade ein bisschen globaler politisch aufgemacht.
00:24:43: da sind die Herausforderungen gesundheitsmäßig viel zu tun in der Forschung.
00:24:47: auch das anderes Geld Nicht nur staatliches Geld.
00:24:50: Aber ich würde da trotzdem auch noch ein anderes Wort mit ins Spiel bringen, also so eine Reibungsfläche oder eine Konfliktkultur weil alles nur nach Zahlen abzuhacken und zu sagen die ist nicht drin im Budget weil das erfüllt nicht das und das und dass oder dem und dem Standard sondern du musst es permanent wieder zur Diskussion stellen Was natürlich kauftkostet, was Verantwortung bedeutet.
00:25:09: Was aber auch bedeutet, dass man dazu stehen muss, was man gesagt hat oder das man vielleicht ein Fehler gemacht hat.
00:25:14: also vieler Kultur gehört dann auch mit dazu, ne?
00:25:16: Dass man sagt wir sind jetzt eigentlich in eine falsche Richtung gerannt weil Operationen laufen immer so und inzwischen wissen wir oh wenn wir es anders drum drehen würden wäre es besser Reibung ist wahrscheinlich das uneingreifbare Wort als Konflikt.
00:25:27: Aber ab und zu braucht man diesen genauen Crash um überhaupt wieder etwas Neues zu machen.
00:25:31: Ich möchte da vielleicht noch ergänzen Also das eine ist die Fehlerkultur die wir ja, weil wir doch international unterwegs sein durften schon in anderen Ländern anders wahrnehmen.
00:25:43: Also reingesellschaftlich und auch das Thema Entscheidungskultur würde ich hier gerne noch reinbringen.
00:25:48: also wir erleben in vielen Projekten eine Atomisierung der Entscheidungsthemen dass sie niemand mehr wehtut.
00:25:54: wenn dann Fehler passiert dann war ja nicht wirklich schuld klar.
00:25:57: immer aus der Entscheidungskultur entsteht er dann genau des thema fehler kultur Und wie es in der Meinung keine Entscheidung zu treffen ist im Prinzip auch eine Entscheidung und ist meistens ne schlechte Entscheidung, weil dann passiert's.
00:26:09: Und da kostet es Geld was man eigentlich für etwas anderes nutzen könnte?
00:26:13: Immer!
00:26:13: Und wir erleben im Projekt das Projekte dann, weil man sagt okay jetzt wird das halt zum Beispiel teurer Dann drehen die drei Schleißen und dann ist das Haus unter Umständen sogar kleiner oder schlechter.
00:26:25: also manchmal heißt kleiner nicht schlechter.
00:26:26: Das ist ganz wichtig zu sagen.
00:26:28: Also die ein paar Runden helfen manchmal sogar nochmal den Kern raus zu destillieren.
00:26:33: natürlich gibt es irgendwann einen Punkt kann man nicht mehr weiter einsparen, da muss man dann wirklich an die Größe des Hauses ran.
00:26:39: Und dann hat zum Beispiel die Inflation oder die Baupreisteigerung dessen wieder einkohlt.
00:26:44: Das heißt das eigentlich die Entscheidung weil man Angst hat irgendwo vielleicht politisch eine Diskussion zu gehen oder auch mit den Zielen dass wir eben ein Haus kleiner macht und zwar schnell und schleunigst um das weiterzutreiben, dass am Ende die Zeit die Entscheidung für einen schon wieder getroffen hat.
00:27:00: Das passiert ganz oft und es ist dann schon spannend weil es sehr vorhersehbar ist, dass genau das passieren wird.
00:27:08: Also mit der Fehlerkultur beschäftigt mich total... Man will ja nicht immer in dieses Bashing und in dieses Genöggel über Deutschland einstimmen aber da kommt man relativ schnell rein.
00:27:18: wenn man über Entscheidungen und Verantwortung und Geschwindigkeit redet dann hat man in Deutschland regelmäßig Frust.
00:27:24: Das kann man schon so sagen.
00:27:26: Das ist auch ein kulturelles Thema, also diese Staatshörige.
00:27:29: Und dass es für alles eine Regel geben muss und man eine Einzelfallgerechtigkeit braucht bis in jede Schraube hinein hört die dann wirklich auch jeder Situation gerecht werden muss das ist ein Wahnsinn den wir uns da jeden Tag stellen.
00:27:41: ich glaube vergessen manchmal was für einen Wahnsinn wird regelmäßig mitmachen.
00:27:45: Da ist mein Kopf aber zu klein für um da wirklich ein Lösungsangebot für zu machen Im kleinen Anfang die Berichtspflichten mal wieder runter schrauben.
00:27:51: das passiert ja gerade.
00:27:53: zumindest geht die Tür auf einfach mal zu sagen Wir schaffen mal wieder was ab und packen nicht noch etwas drauf.
00:27:59: Ich glaube, das könnte ein richtiger Weg sein.
00:28:02: Ein bisschen mehr Unwegbarkeit zulassen, das finde ich total okay.
00:28:05: Mehr Eigenverantwortung fördern, das find' ich auch
00:28:07: gut.".
00:28:09: Was mich tatsächlich noch interessiert – es geht bei euch um Krankenhäuser Forschungsgebäude – sind öffentliche Einrichtungen.
00:28:15: Da sollen Menschen hinkommen, Menschen mit Unterirdien, die es gerade nicht gut gehen.
00:28:20: Da muss Architektur ja vielleicht auch anders funktionieren.
00:28:24: Architektor ist ja sonst so ein klassischer Cinema sehr militär, Architektor spricht auch am liebsten zu Architekten aber ihr müsst ja Gebäude entwerfen die auch zu seiner breiteren Gruppe von Menschen sprechen können.
00:28:38: Habt ihr da noch eine besondere Empfehlung?
00:28:40: oder wie geht dir das Thema an?
00:28:43: Also ist es nicht die Aufgabe von jedem Architekte.
00:28:46: Also wenn ich jetzt irgendein Familienhaus für irgendeinen Tech-Milliard erbauere, glaube ich.
00:28:49: Da muss ich mir keine Gedanken machen, wem das gefällt.
00:28:52: außerdem aber Ich würde schon sagen dass die meisten Architekten sich nicht in so einem Bereich bewegen diesen Anspruch haben müssen Lösungen zu finden Die eine gewisse Allgemeingültigkeit haben und einen gesellschaftlichen Auftrag gerecht werden.
00:29:04: jetzt mal jenseits von der Einzelbestellung Ich glaube das müssen wir alle irgendwie leisten.
00:29:08: Wir haben dafür keinen Plan außer Dass wir mit den Leuten reden Und dass wir zuhören also dass wir ein relativ breites Spektrum von Ausgiebige Nutzer Workshops.
00:29:17: Wir haben letzten Projekt auswerten lassen, das waren sieben tausend BGF und das waren allein... ...sechsundfünfzig Tausend Mails die über unseren Server gegangen sind.
00:29:27: also ich glaube man hat sich eine Menge zu sagen gehabt bevor man da das irgendwie gebaut hat.
00:29:31: ja ob der jede Mail sinnvoll war dass mag ich ganz dringend zu bezweifeln.
00:29:36: aber ich glaub als Architekten müssen wir gebrauchene Kommunikatoren sein um möglichst vielen Meinungen zuzuhören weil wird verbaut wahnsinnig viele Ressourcen.
00:29:45: Ich finde das auch manchmal echt problematisch.
00:29:47: Wir haben Bauherren, die sehr singulär aufgestellt sind.
00:29:50: Also dann gibt es einen Institutsleiter oder einem Bauherrn und der sagt wie's zu sein hat mit Steuergeld.
00:29:57: also das finde ich teilweise so obszön.
00:29:59: dass ist mir die Sprache verschlägt und dann führen wir uns Geschmacksdiskussion und sagen das muss so und wenn der morgen ausgetauscht wird dann muss anders.
00:30:08: also da dagegen zu halten das halte ich schon für eine Architektin Aufgabe wirklich immer eine Lösung zu finden, die dieser spezifischen Diskussion wiederstehbt.
00:30:17: Ein bisschen Intuition und ein bisschen Bauchgefühl.
00:30:19: Das halte ich schon für gut.
00:30:20: Das nehme ich uns auch heraus.
00:30:21: also wir sind nicht Autoren.
00:30:23: Wir sind schon auch Autoren aber wir haben sehr viele Ghostwriter in so einem Prozess mit drin.
00:30:29: Also sehr viele Menschen schreiben sich in so ein Projekt mit rein und das ist auch gut so.
00:30:34: Ich glaube es ist sicher auch der Berufsetos der das mitbringt.
00:30:38: Wenn man wirklich Architekt mit Leidenschaft ist dann bringt er das eben genau mit diese Kombination aus einer eigenen Haltung, aber auch dem Thema des Zuhörens.
00:30:47: Und Agenzen.
00:30:48: zu den zwei drei E-Mails, glaube ich muss man eben anschauen, wie viele Protagonisten in der mittleren Projektgröße drinnen setzen?
00:30:57: Natürlich das ist dekresiv, weil irgendwann gibt es so eine Wiederholungssituation je größer ein Projekt wird.
00:31:03: Beim kleineren hat man auch einen Fenster beim Größeren hat man vielleicht sieben Typen und bei noch größer zehn.
00:31:07: Also am Ende hat man eine Dekrassivität drin in der Anzahl der verschiedenen Details.
00:31:13: Und das geht dann auch vielleicht mit den Protagonisten einher, aber wir haben es auch mal ausgewertet wie viele Menschen im Mittel in so einem Projekt drin sind und bei uns ist es eine mittlere Projektgröße, ca.
00:31:23: fünfzig bis hundert Millionen Euro.
00:31:25: Runter bauen wir ja weniger...
00:31:28: Doch so ein Hobart!
00:31:29: Das muss ich jetzt korrigieren, natürlich bauen wir unter fünfzig Millionen.
00:31:32: Wir bauen nicht für fünf Millionen, das würde ich unterschreiben.
00:31:34: Das kriegen wir nicht mehr hin mit unserer Struktur.
00:31:37: Sendenziell ist es aber schon so, wenn man wirklich alles zusammengerechnet für Bauern mit Nebenkosten und so weiter.
00:31:41: Dann ist er gleich bei vierzig Millionen bei so achttausend Quadratmetern.
00:31:45: Wirklich wenn alles dabei ist Und das ist natürlich wahnsinnig viel Geld und da sind auch viele Menschen drin.
00:31:50: Viele Fachplaner und hinter jedem Statiker sitzt noch ein Team und hinter jeden Baufysiker auch nochmal wer und wir haben dann mal zusammengerechnet kommt pro Projekt auf fünfzig bis sechszehn Mitarbeiter nur in der Planung.
00:32:02: also wir reden nicht an einer Bauphase Wenn man sich überlegt Jeder hat da drin was zu sagen, eine Information beizutragen und auch gute Ideen.
00:32:10: Die zusammenzuhalten ist schon eine kommunikative Aufgabe.
00:32:14: neben der Intellektuellen Und ich glaube das unterschätzen viele hier auch die Emotionen in die richtige Richtung zu lenken dass es nicht jeden Tag eskaliert Es ist ja nicht eine reine Designaufgabe sondern es ist wirklich eine kommunikativer Aufgabe alle mitzunehmen vor allem bei Großprojekten.
00:32:31: Ja, es geht um wahnsinnig viel Geld und da entsteht immer wahnsinn nicht viel Druck.
00:32:34: Und das sucht sich halt sein Raum.
00:32:36: im besten Fall ist ein guter Kommunikationsraum.
00:32:39: Im schlechtesten Fall sind das Bedenken an Meldungen, Mangelanzeigen
00:32:43: oder der Gerichtszahl
00:32:44: oder der gerichtszahl Obwohl ich schon sagen würde dass wir sehr stolz darauf sind dass wir uns also zumindest ich mich noch nie mit irgendeinem Bauern vor Gericht treffen musste.
00:32:53: Naja das wollen wir jetzt auch nicht ausweiten sowas.
00:32:55: Nee Gott es will.
00:32:57: Wir haben zum Schluss des Podcasts immer eine persönliche Frage und eigentlich ist die Frage, die wir euch stellen wollen.
00:33:02: Dad or Alive mit welcher Person das Zeitgeschehen ihr gerne einen Tag tauschen würdet um quasi Dinge zu bewegen was ihr jetzt schon verbraucht habt?
00:33:11: ihr seid weder der Wunder wuzie den.
00:33:13: hatten wir schon den Zauberer hatten wir es schon den Erklärbär oder Übersetzer wir hatten die Coaches Und wir hatten dir Datenanalysten.
00:33:19: also Mit welcher Personen das Zeit geschehens hättet ihr gerne mal einen tag Rollentausch um bestimmte Dinge voranzubringen.
00:33:27: Es darf auch in der Vergangenheit liegen!
00:33:29: Ich glaube, um dieses Land zu verändern was ja dann doch irgendwie so gerade durch diesen Podcast ein bisschen geschlichen ist dass wir so ein bisschen verkrostet sind in Deutschland und das uns an vielen Ecken und Enden irgendwie so der Befreiungsschlag fehlt also jemand der dafür sorgen kann, dass ein Ruck durch das land geht.
00:33:43: Dazu würde ich mich dann schon gerne mit Barack Obama oder mit John F Kennedy unterhalten.
00:33:48: Ich glaube, das waren Persönlichkeiten die eine ganze Nation ein konnten und wir sind in Deutschland ja so weit davon entfernt wie leider noch nie also in der jüngeren Geschichte unseres Landes Und ich glaube, ich würde den gern zuhören oder ich würde die gerne hier in Verantwortung sehen.
00:34:02: Ja
00:34:03: Also ich durfte... ...ihr war es in Alpach sein Das europäische Forum In Alpache, da treffen sich im Sommer immer die europäische Spitzenpolitiker.
00:34:15: Ich habe da mal einen Stipendium gehabt und saß dann mal kurz im Vorstand, bevor ich nach Deutschland gezogen bin.
00:34:21: Und das war für mich extrem faszinierend mit den Größen der Politik in so einem abgeschotteten Tal mitten im Sommer die Köpfe zusammenzustecken.
00:34:30: Da waren auch Architekten und Architektinnen dabei also wirklich von allen Professionsgruppen und darüber die Zukunft nachzudenken von Europa weil ich bin ein riesen Fan von Europa.
00:34:39: Wir wissen auf gar nicht, was wir hier für einen Schatz an Kultur und verschiedenen Dingen haben die wir oft einfach immer wieder anschauen müssen und bergen müssen für uns und daraus auch Kraft und neue Ideen ziehen können.
00:34:51: Und da habe ich mal so ein Kamingespräch mit gehabt und neben mir saß Romano Brodi Ich junger Architekt und auf einmal sitzt Brode Nemi und dann ging es halt rum um Sicherheitsarchitektur Wirtschaft in Europa usw.
00:35:05: Und ich fand den Typen extrem entspannt und faszinierend.
00:35:09: Der hat da lang zugehört, auf einmal hatte er so klare Gedanken und so auf dem Punkt, weil wir nicht boah, faszinerender Typ!
00:35:17: Also ich will jetzt weder sein politisches Werk noch sonst was beurteilen aber der ist ja schon... Ich würde sagen eine der intellektuellen Europas, die viele Dinge geprägt hat.
00:35:28: Und mit dem Glaube würde ich gerne mal Abendessen gehen und mir anhören wie er so die Situation sieht weil er natürlich wirtschaftlich viel Ahnung hat.
00:35:37: auch in vielen anderen Themen finde ich sehr spannend.
00:35:41: Wir wussten schon warum es richtig ist mit euch nicht überall jeder Crew konkret zu sprechen sondern diese großen Gedanken diese großen Linien aufzugreifen und ich glaube wir haben jetzt eigentlich einen ganz schönen runden Bogen geschaffen von dem wie wir begonnen sind den Blick jetzt wieder auf andere Dinge, auf größere Dinge und vielleicht sogar die eigene Verantwortung auch ernst zu nehmen.
00:36:00: Und selber dran teilzuhaben und mitzumachen.
00:36:02: Nicht immer nur den anderen, die Aufgaben zuzuschieben!
00:36:05: Ich finde es einfach wichtig nicht nur über das Design-Final zu sprechen denn ich glaube das Design ist dann die Ableitung von diesen Gedanken und am Ende sieht man ja auch des Wegs dass wir gemeinsam gestalten... und es ist natürlich immer podcast schwer über die genauen Linien zu diskutieren und vielleicht auch süßig, weil man sieht das an dem Gebautenwerk.
00:36:28: An den Bildern und an den Zeichnungen.
00:36:31: aber ich glaube eben die großen Dinge, die wir versuchen müssen als Architekten zu schreiben sind natürlich auf ganz viel leeren und nicht nur an der Fassade erkennbar.
00:36:44: Ganz vielen Dank!
00:36:45: Das ist ein ganz gutes Schlusswort für diese heutige Runde und erstens danke an euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt uns quasi auch ein bisschen Einblick in eure doch spezielle Tätigkeit im Rahmen der Architektur einzuführen unsere Gedanken zu teilen.
00:37:00: Und ich glaube auch bei unseren Zuhörerinnen so ein paar Themen anzustoßen.
00:37:05: den sagen wir dann auch bis zur nächsten Folge der Young Talks dem Architektor Podcast von Jo.