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00:00:05: Atmosphäre oder Effizienz?

00:00:08: Für mich ist es definitiv Atmosphere für den Raum wahnsinnig wichtig.

00:00:11: Ohne das geht's eigentlich

00:00:12: gar nicht!

00:00:13: Ich nehme Effizience, weil ich finde wenn ein Raum effizient ist hat es auch Atmosfere.

00:00:21: Zoom-Call oder Kaffeeküche?

00:00:23: Die Kaffeeküchen die wir planen da möchte man gar nicht mehr rauskommen.

00:00:27: Dienstleister oder Medinker

00:00:29: Eindeutig Miedenke.

00:00:31: Der Name klingt erstmal beinahe beiläufig, helle und freundlich – doch hinter dem Kölner Büro steckt weit mehr als klassisches Interior-Design!

00:00:39: Seit über zwanzi Jahren entwickelt das Team Arbeitswelten die die Unternehmenskultur sichtbar machen sollen lange bevor Möbel ausgesucht oder Farben definiert werden Denn für sie beginnen die entscheidenden Fragen oft schon vor dem Mietvertrag.

00:00:51: Wir arbeiten Menschen eigentlich zusammen.

00:00:53: Warum kommen Sie noch ins Büro?

00:00:55: Und wie entstehen Räume, die Identifikation schaffen statt Austauschbarkeit?

00:00:59: Ob historische Industriehallen, denkmalgeschützte Bestandsgebäude oder komplexe Unternehmensstrukturen.

00:01:05: Held und freundlich versteht Innenarchitektur nicht als Oberflächengestaltung sondern als strategisches Werkzeug zwischen Atmosphäre Kommunikationen und Organisationen.

00:01:14: In dieser Episode sprechen wir Anna Otto Sebecek und Eva Herrmann mit Patrick Scheigweig und Theresa Senft über die Zukunft des Büros Phase Null, Beamtenmove, die Psychologie privater Bauherren und darüber warum gute Räume heute vor allem eines können müssen Menschen zusammenbringen.

00:01:31: Und an der Stelle sag auch ich Hallo und herzlich willkommen bei unserem heutigen Jungen Talks Podcast, schön dass ihr Bayern seid!

00:01:38: Ja ja herzlichen Dank für die Einladung.

00:01:40: Vielen

00:01:40: dank

00:01:41: und wir müssen natürlich als allererstes über euren Namen sprechen denn hell-und freundlich ist er jetzt kein klasse Shopperonname.

00:01:48: wie kam es dazu?

00:01:50: Ich habe vor meiner Selbstständigkeit so einige Jahre für die Kaufhof Metro Gruppe hier in Köln gearbeitet und Gedanke gemacht Warenhaus der Zukunft.

00:02:01: Schöne Zeit und ich war dann auch bei einer der Vorstände eingeladen, der Fahrkaufsvorstand um einen Briefing abzuholen weil wir wollten da auch über die Schuheabteilung Ich weiß es noch genau sprechen Und ich dahin mit meinen Zetteln.

00:02:16: und ich habe gedacht so Wir reden jetzt mal ganz strategisch wo die Reise hingeht Die Zielgruppe vielleicht die ganze modische Änderungen etc.

00:02:26: Und er hatte glaube ich eine Minute Zeit für mich und gesagt Herr Schalkweig Ich freue mich, dass Sie das übernehmen und ich sage Ihnen nur eines.

00:02:35: Hellundfreundlich muss es sein!

00:02:37: Ich habe das noch notiert aber das war's dann auch.

00:02:41: Da hatte ich mich wieder verabschiedet Und ich stand da vor der Tür, ich guck auf mein Zettelchen Okay... Das ist ja ein tolles Breathing.

00:02:49: Ich zurück zu meinem Team.

00:02:50: Mein Team hat sich totgelacht.

00:02:52: Diese Redewendung waren wir noch nie so geläufig War damals noch nicht so lange in Deutschland.

00:02:57: Dann ist das ungeflügelte Spruch geworden.

00:03:00: Also, wenn das Briefing ein bisschen komplizierter war, hieß es dann, ist doch egal.

00:03:05: Hauptsache hell unfreudlich!

00:03:07: Und so ist es mit meiner Selbstständigkeit in den Jahr im Jahr zwei Tausend drei aus Scherz eher angefangen und das fand alle so lustig und ich wollte auch nicht unbedingt meinen Namen auf der Fassade haben weil mit meinem holänischen Nachname das Buch stabiliere ich noch jeden Tag und letztendlich hat es noch einen riesen Vorteil nach über zwanzig Jahren mit zehn, zwölf mittlerweile fest angestellte Und wir werden als Team, wir werden aus Büro betrachtet.

00:03:33: Deswegen ist es nicht Schalkweig und Partner oder so ähnlich.

00:03:36: Nein!

00:03:37: Es ist einfach das Team hell unfreundlich Nichtsdestotrotz nomen es Omen.

00:03:41: Ich glaube Wir sind auch von unserer eigene Kultur her So geprägt Das was wir machen Machen dürfen Wir haben einen wunderschönen Beruf Und dass es dann auch hell und freundlich sein darf das bestehen Dann auch viele Kunden.

00:03:54: und ja so klappt das eigentlich ganz gut.

00:03:56: mit dieser Namensgebung

00:03:58: Klingt ja erstmal sehr leicht und unkompliziert an im Gegensatz zu dem Briefing, wie die Namensfindung entstanden ist.

00:04:05: Wenn man sich eure Projekte anschaut dann merkt man aber schnell, wie intensiv ihr euch mit der Atmosphäre beschäftigt.

00:04:11: also ihr gestaltet eigentlich nicht nur Räume sondern thematisiert viel mehr Kommunikation Unternehmenskultur Die Begegnungen vor Ort Und auch Identifikation.

00:04:21: würdet ihr das auch so beschreiben?

00:04:23: Hallo uns Freundchen

00:04:26: Das sowieso Aber in jeden Fall Und ich glaube, das hat vor allem damit zu tun.

00:04:30: Also wir waren schon immer interessiert wofür und für wem wir das machen?

00:04:35: Das war eigentlich immer unsere Leitfaden, dass wir da tief eingetaucht sind weil letztendlich möchte jemand einen Büro haben die einfach seine Werte auch entspricht.

00:04:45: Ich habe von Anfang an gesagt diese Innenarchitektur, die wir da machen es ist was wie ein drei D Marketing Tool und wenn man das schafft dann auch diese Werte dieser Stimmung, die man erzeugen möchte vielleicht auch verbunden natürlich mit das was ein Firma macht, was ein Firma produziert.

00:05:02: Natürlich auch in Kombinationen mit einem Corporate Identity die meistens dann doch letztendlich auf Print und auf Medien beschränkt ist und nicht auf den Raum.

00:05:11: aber dass alles zusammen zu packen in intensive Gespräche dann auch die Visionen eines Unternehmens zu erfahren und das wirklich in sowohl funktionelle als auch in gestalterisches Aspekte dann in perfektes Konzept zusammenzubringen Das ist glaube ich was wir von Anfang an gemacht haben.

00:05:26: Was er allerdings über die letzte Jahre sich geändert hat, ist nach unserer Betrachtung, dass die Zielgruppe sich ein wenig geändert hatte.

00:05:33: War es noch früher auch ein bisschen prästisch von Objekts oder ein präistisch Ziel vom Vorstand und den Eigentümern?

00:05:40: Guck mal ich habe ein tolles fetters Büro!

00:05:43: Die Kunden kamen dahin, dürfte auch gerne ein bisschen beeindruckt werden aber mittlerweile ist es eigentlich Zielgruppemitarbeiter Durch die ganze Änderung mit das digitale Arbeiten, das mobile Arbeiten.

00:05:56: Das Thema Home Office ist fast festes Teil des Briefings dass wir sagen Die Leute möchte gerne wieder zurück ins Büro kommen.

00:06:05: Also es ist weniger ein Arbeitsraum mehr einen sozialer Raum des Treffpunkts wie auch immer man das ausgestalten Möchte.

00:06:14: also Es wird natürlich gearbeitet aber diese Kommunikation die dann in einem gute Raum stattfinden kann Erzeugt auf diese Arbeitsebene in diesem soziale Kontakte einfach dieses Plus.

00:06:28: Ich habe ein unbestätigter Anekdote von einem großes Büro in Düsseldorf, das die tatsächlich zweimal im Jahr gesagt haben also paar Hundert Mitarbeiter.

00:06:38: Ihr kommt alle ins Büro an diesem Tag aber keine muss arbeiten und man dürfte dann Kaffee trinken, lauterchen machen, Tischtennis spielen, längeres Mittagessen sein Büro vielleicht aufräumen.

00:06:50: Dabei ist tatsächlich ein zweimal Ideen bei rausgekommen, die tatsächlich die Firma voran geschleudet haben.

00:06:59: Da kam Marketing und IT zusammen und haben da eine neue Software entwickelt für die Kunden was ansonsten einfach mitarbeitende Ware, die erneut nicht begegnet sind.

00:07:11: Und das ist für mich der wunderbare Beweis, dass ja auch die meiste unserer Auftrageberinnen bringen die Leute zusammen Und da kommt was Wunderbares dabei raus.

00:07:22: Theresa, würdest du das mit unterschreiben?

00:07:23: und wie viele Tage an denen ihr ins Bürokampf nicht gearbeitet habt?

00:07:27: Habt ihr denn schon gehabt?

00:07:29: Also erst mal.

00:07:30: zum einen kann ich das definitiv unterschrieben Es ist immer wichtiger dass wir im Büro Begegnungsflächen ausbilden oder auch planen um was Patrick eben gesagt hatte Dass die Mitarbeitenden sich einfach begegnen.

00:07:44: Wir haben diese Begeknungsräume.

00:07:46: Nichtsdestotrotz ist es natürlich auch wichtig, dass wir weiterhin den Fokus auf das Arbeiten legen.

00:07:52: Ich glaube was unsere Projekte ausmacht in dem Bereich ist, dass nicht im klassischen Sinne des Großraumbüro mehr planen sondern wir planen eine Flexfläche wo wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen können im Sinne von Fokusarbeit aber vielleicht auch mal ein bisschen interaktivere Arbeit in Form von Begegnungsflächen.

00:08:12: Da gibt es ja mittlerweile eine ganze Bandbreite, das denke ich ist auch immer unternehmensabhängig.

00:08:18: Wir bei Hell uns freundlich muss ich sagen wir begegnen uns sehr häufig und oft weil das einfach auch ein Teil unserer Arbeitsstruktur.

00:08:25: Wir haben einfach eine Fläche wo wir uns des öfteren begegnern und das macht unser Team aus und das merkt man auch.

00:08:32: Ja aber trotzdem wird noch gearbeitet auch bei uns nebenbei.

00:08:38: Jetzt habt ihr gerade schon ein ganz tolles Beispiel angesprochen, mit vielen Mehrwerten.

00:08:42: Ein super aufgeschlossenes Unternehmen dann ja scheinbar und auch schon Veränderungen angesprochen.

00:08:48: Es war ja so lange Zeit galt das Büro eigentlich als selbstverständlich da wurde es gar nicht in Fragen gestellt Und dann kam die Pandemie hat viel mit ausgelöst und plötzlich mussten sich auch die Unternehmen fragen und fragen sie sich auch viele Mitarbeitende Warum sollen Menschen überhaupt noch ins Büro kommen?

00:09:03: Was ist da irgendwie der Mehrwert?

00:09:04: warum sollte ich das tun?

00:09:05: Was ist denn aus eurer Sicht heute das eigentliche Problem dann auch vieler Arbeitswelten?

00:09:11: Ich glaube, das eigentliches Problem, was da besteht, ist dass diese Essenz der Zusammenarbeit zwischen Menschen besser funktioniert wenn die Menschen tatsächlich für sie zusammen in einen Raum sind.

00:09:26: Wir kommunizieren soviel mehr als nur unsere Stimme und vielleicht noch ein Bildchen dazu.

00:09:33: es ist einfach etwas Das Wissen passiert, es ist diese nonverbale Kommunikation.

00:09:39: Also das auf der einen Seite, dass die Qualität der Kommunikations sich nach meiner persönlichen Überzeugung deutlich steigert.

00:09:46: Und zwei ist für mich aber die Kompetensteilungen.

00:09:50: Was Theresa gerade gesagt hat, beruht vor allem darauf, dass wir im Team unterschiedliche Spezialisten haben.

00:09:57: Unser Bürokonzept bei uns ist sehr schnell.

00:10:00: nicht nur Gestaltung und nicht nur Grundrissplanung Es ist dann auch Brandschutz.

00:10:07: Es ist Haustechnik, es ist die ganze EDV, es is Multimedia... ...es is manchmal Statik!

00:10:13: Es iis Umbaumaßnahmen, es iis Architektur und so kann ich weiter machen.

00:10:18: Und dann in so ein Team mal in der Planung oder auch in der Durchführung, in der Umsetzung, in den Detailierungen dann diese Kollegen dieser Kolleginnen bei sich zu haben und eben schnell nachzufragen wie geht das nochmal?

00:10:31: Oder hast du

00:10:32: nicht?!

00:10:33: Das ist diese eins plus eins, wo ich dann sage, dass es einfach drei.

00:10:37: Und drittens ist alles Menschen sich in ein Team tatsächlich begegnen die ansonsten normalerweise nichts miteinander zu tun haben aber letztendlich im Gespräch kommen und mögliche Weise auch wirklich neue Idee entwickeln und auch das Verständnis für die Firma an sich erhöht also die Identifikation mit seinen Arbeitgeber sich dadurch auch steigern kann.

00:11:00: und ich glaube das ist wiederum ins Sinne der Arbeitgebersite dass die sagen, bau uns wirklich ein zu Hause für unsere Mitarbeiter, wo sie wohlfühlen.

00:11:08: Hat sich dieses Zuhause verändert in

00:11:10: den letzten Jahren?

00:11:11: Also jetzt auch nach Corona... also so am Anfang hat man ja gedacht möglichst bunt, möglichst vielfältig.

00:11:17: Jetzt inzwischen geht man glaube ich wieder ein bisschen zurück und sagt okay vielleicht doch wieder so das die Leute arbeiten können und nicht irgendwie durch die Tischtennis-Klatte nebenan gestört werden.

00:11:25: Also gab es da Veränderungen?

00:11:28: Ja, diese rutsche Mitte im Office war noch nie unser Ding.

00:11:33: Also da hat es ein paar Exzessen gegeben tatsächlich, aber ich glaube das hat sich in dem Sinne geändert.

00:11:39: Das dann viel noch mehr tatsächlich diese Corporate Branding, dieser Corporate Culture dass die diese Stimmung in so einem Raum auch wirklich umsetzen soll.

00:11:50: Dass die Mitarbeitende und vor allem auch die zukünftige Mitarbeiter sich derartig wohlfühlen, dass einfach der Attraktivität des Arbeitgebers sich dadurch erhöht.

00:12:00: Und was sich ansonsten noch großartig geändert hat, ist natürlich... Also ich sage die letzte Jahre viele Konzepte.

00:12:06: Es ist eher klein aber fein wird.

00:12:09: die Tatsache dass doch die meiste mit dreißig vierzig fünfzig Prozent Home Office unterwegs sind können die Büros auch kleiner sein.

00:12:17: wir müssen dann auch meistens doch ernsthaft nachdenken über das flexible arbeiten.

00:12:22: also nicht jeder hat seinen eigene Arbeitsplatz weil ansonstem haben wir auch den Gefahr wenn jeder seinen eigenen Arbeitsplatz hat und fünfzig Prozent ist nicht da, hat man das Gefühl in so einem Ghost Town zu arbeiten.

00:12:34: Und dann habe ich eigentlich auch kein Lust mehr.

00:12:36: Wenn sowieso keine da ist, dann komme ich morgen auch nicht.

00:12:39: damit diese Anwesenheit und diese Stimmung und dann diese Kultur da wirklich so ein Bus wie so einen Bingenkorb sage ich mal dass es also wirklich so eine richtige Dynamik bisschen energie beladene Stimmung davor herrscht Das is die Erweiterung von noch fünf oder vierzehn Jahren, dass das noch viel intensiver gewünscht und auch angegangen werden soll.

00:13:02: Und wie geht dir das konkret an?

00:13:03: Weil ich meine ein Firmenvertreter hat eine Liste wo Wünsche formuliert sind, die sich vielleicht teilweise auch widersprechen und der Reelle Mitarbeiter ist ja selten involviert.

00:13:14: also habt ihr dafür euch ne Taktik wir aus denen dann irgendwie rauskitzelt was tatsächlich funktionieren könnte?

00:13:19: Theresa du mixt schon Du hast ne Idee.

00:13:22: Das ist so sehr unabhängig auch von dem für welchen Kunden wir im Endeffekt angefragt werden oder für welche Kunden wir arbeiten.

00:13:30: Die bringen meistens schon Ideen und auch Raumprogramm Anforderungen mit, weil die ja natürlich das Unternehmen am besten kennen.

00:13:38: Wir haben auch Kunden, die haben bereits einen Projektteam aus unterschiedlichen Abteilung, die wirklich in diese Planung mit aufgenommen werden und natürlich dann auch die Sichtweise der Mitarbeitenden mit einfließen lassen können.

00:13:51: Da sind wie immer sehr dankbar drum weil es natürlich auch super wichtig ist, bei so einer Reise gerade die Mitarbeiterinnen mitzunehmen.

00:13:59: Da sind wir sehr gut drin und geben mit Zwischenstände durch, dass da nicht jemand vor vollendete Tatsachen gestellt wird.

00:14:07: Das ist ein sehr großer und wichtiger Faktor.

00:14:11: aber wir haben natürlich auch Kunden, die das Thema weniger relevant sehen und einfach die Vorgaben klar gesetzt sind.

00:14:18: Wir versuchen da immer an die Mitarbeiterinnen zu denken.

00:14:21: Weil natürlich auch aus der Vergangenheit, aus den Planungen und aus den Prozessen wie diese Themen mittlerweile mit im Kopf haben.

00:14:28: Jetzt

00:14:29: haben wir gerade vorhin schon gehört dass die Kaffeeküche gar nicht mehr das neue Nonplus Ultra ist sondern die Tee-Küche.

00:14:35: machen solche kleinen Dinge auch einen Unterschied?

00:14:38: Ja jeden Fall!

00:14:40: Die Glaubwürdigkeit eines Konzeptes kommt bei uns vor allem durch die Durchgängigkeit also auch ein Druckerecke oder Toiletten ganz wichtig.

00:14:52: Ja, ich sag immer, denk einfach mal in Gastronomie ja du hast ein schönes Restaurant als Essen ist lecker die Bedienung ist wunderbar der Raum ist auch okay und da gehst Du auf die Toilette und erlebst Du es dann denkst Du oh mein Gott Ich hoffe nicht dass sie eine Küche auch so aussieht.

00:15:08: Und schon fängt man an alles Gesamtthema Ein bisschen zu zweifeln.

00:15:12: und wenn das da schön ist und auch ein bisschen Musik und einfach lieb voll gemacht ist Dann denkt man ah die haben das verstanden.

00:15:18: Und so ist für uns die Teeküche, die Druckerecke und die Toiletten.

00:15:21: Und all diese kleine Bereiche, die man dann auch nutzen kann, kann auch ein Garderobe sein!

00:15:26: Einfach einen kleinen Stichgang nutzen für eine besondere Farbe, ein besonderer Tapete etc.

00:15:32: Kann du gerne noch ein Beispiel nennen?

00:15:34: Bei große internationale, sehr bekannte Unternehmensberater haben wir die Niederlassung hier in Köln gemacht... ...und es war denn auch wichtig dass so ein paar Kölner Hotspots auch mit in das Konzept geflossen sind und da war uns ein Bildchenfoto zu einfach.

00:15:49: Dann haben wir tatsächlich einen Grafiker gefunden, die so ein paar Highlights aus Köln von der Hannes bis zum hohen Zollendring tatsächlich skizziert gemalt hat.

00:15:58: Das haben wir dann auf große Tapeten digital drucken lassen und erholen Zollenbrücken.

00:16:04: In Kölne ist bekannt für sein Gitter des Gelände.

00:16:07: was aus dem Gitter besteht wirklich mit mittlerweile, ich glaube zwei Millionen Schlösser beengt worden ist.

00:16:13: Das sind die Liebesbeweise wo Köln natürlich voll mit ist.

00:16:17: und dann haben wir überlegt zum Schnuss ja hohen Zollenring an der Wand wirklich super gezeichnet.

00:16:23: Dann haben wir ein echtes Gitter davor geschraubt, zwanzig Zentimeter hoch fünf Meter lang.

00:16:30: Und bei der Einweihung des Büros haben alle Zweihundert Mitarbeiter willkommen Broschüre bekommen und Einschloss mit deren Name da drauf und konnte sich dann auch an das Getische festmachen.

00:16:41: Und ich durfte letztens erfahren, dass sogar jetzt nach neun Jahren, glaube ich ist das her jede neue Mitarbeitende tatsächlich auch aus Welcome Procedure zum Schluss immer noch bekommt und sich dafür ewigen

00:16:52: darf.".

00:16:53: Also da sind so Sachen wo wir sagen, das ist genau wo man dann auch merkt die Authentizität mit Durchgängigkeit, Glaubwürdigkeit.

00:17:02: Total ja!

00:17:03: Das macht das ganze Konzept dann ja wie du sagst komplett durchgängig und trifft auch wieder die Zugehörigkeit, über die wir ja vorhin schon kurz gesprochen haben.

00:17:11: Also die Zegehörigkeit zum Unternehmen wie verbunden man sich fühlt?

00:17:14: Wir haben auch am Anfang schon kurz über Effizienz gesprochen.

00:17:17: das Stichwort hatten wir mit dabei bei den Wortpaaren.

00:17:20: was würdet ihr denn sagen?

00:17:21: geht es jetzt heute stärker um Effiziens oder um Zugehöhrigkeit oder bedingt vielleicht auch die Zagehörighet die Effizience.

00:17:28: ist das ganz losgelöst von einer Naht zu sehen?

00:17:31: Ja, die Effizienz ist vor allem dann auch auf den Flächeneffizienzt zu sehen.

00:17:37: Wenn man dann allerdings die Mietkosten auf Monatsbasis gegenüber die Personalkosten stellt, dann ist dann doch meistens leicht die Bauherren davon zu überzeugen dass es um diese Stimmung im Raum geht das es um die Menschen geht und tatsächlich ein Büro zu schaffen, wo die Mitarbeiter gerne sind.

00:18:01: Sich verbunden fühlen mit das Unternehmen und natürlich das ganze Thema mit den Fachkräftemängeln im Hintergrund dass man auch zukünftige Mitarbeitende für sich gewinnen kann.

00:18:13: Das war eine der Punkte bei der Großes Projekt hier im Gerlingquartier.

00:18:17: Wir haben einfach auch ein Demografiesysteme.

00:18:20: in der nächsten fünf Jahre ist dreißig Prozent der Mitarbeitenden geht in Rente zum Versicherungsbranche und versucht das mal so in fünf Jahre dann wieder irgendwie hundert Leute zu kriegen.

00:18:31: Und das muss geholfen werden durch ein aktratives Büro, durch eine aktrative Lage natürliche gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und alles was dazu gehört mit Parkplätzen usw.

00:18:43: Aber glaube das haben wir geschafft und das ist auch wiederum günstig und effizient weil die ganze Akquise oder die ganze Headhunter Kosten können ja auch einige Maße reduziert werden, weil das Thema Büro einfach ein guter Attraktive Werbefaktor ist.

00:18:59: Ihr habt auch, das passt ganz gut dazu im Vorgespräch gesagt die wichtigsten Entscheidungen fallen oft schon vor dem Mietvertrag.

00:19:05: Das klingt ja erstmal fast nach Unternehmensberatung schon mehr als nach Innenarchitektur.

00:19:10: Warum kommen Planer und Plannerinnen denn oft viel zu spät ins Spiel?

00:19:15: Ja es kommt vor allem dadurch dass die Suchende färmen ein Bürofläche auf die reine Quadratmeter reduzieren Und das Potenzial, was in so ein Umzug steckt.

00:19:28: Wir sind immer an einem Änderungsprozess beteiligt.

00:19:32: Das ist Segen und Fluch gleiche Zeit weil Änderungen natürlich auch immer Ängste, Unsicherheit und alles was damit verbunden ist mit dem Verbindung gebracht wird wir das natürlich rein genetisch würde ich versagen diese Änderung sehr positiv bewerten Und dann das Potenzial von so einem Umzug, von ein neues Büro.

00:19:52: Was damit möglich ist und dass dann du verbindest mitten weit aus spezifischere Briefing und einen Suchprofil für die neue Büros.

00:20:01: Dann versteht man wiederum, dass es eigentlich nur logisch ist, dass wir frühzeitig dabei sind, frühzeitig die Flächen bedarf natürlich analysieren.

00:20:09: aber auch alles was ich gerade noch rundherum erwähnt habe müsste dann alles in eine Architektur passen.

00:20:15: und deswegen sage ich ruf uns an bekommen mit.

00:20:18: Das ist ein ziemlich geringer Aufwand für uns, da einfach mal ein paar Besichtigungen zu machen.

00:20:22: Währenddessen lernt man sein Kunde auch kennen und schon ist die Suche dann deutlich effizienter und letztendlich dann auch viel zielorientierter.

00:20:30: Vielleicht kann ich da noch einen Thema ergänzen.

00:20:32: was wir in der Vergangenheit immer wieder merken es bei den Projekten wo wir bereits vor Mietvertragsabschluss dazugekommen sind haben wir teilweise die Immobilien-Suche auch nah begleitet mit Flächeneffizienz mit Raumprogramm über Prüfung Und ich glaube, es ist super wichtig da eine gute Basis zu schaffen von Mieterausbau und Fer-Mieter Ausbau.

00:20:56: einfach die Prozesse flüssiger zu gestalten und sie Themen so aufzubauen und so zu unterfüttern, dass man nicht im Nachgang auf Schwierigkeiten und Herausforderungen trifft, die dann einfach nicht besprochen und bedacht worden sind.

00:21:10: Und das merken wir jetzt in den Projekten wenn das gut geregelt ist auch jetzt nicht zum Nachteil oder zum Vorteil von Vermitter- oder Mieter sondern auf Augenhöhe, dass das wirklich reibungslose Planungsprozesse auch uns bereitet.

00:21:25: Also das heißt, ich höre raus.

00:21:27: Ihr habt im einen oder anderen Kunden auch schon mal in die Suppe gespuckt, indem die tolle Immobile, die zwar eine geile Lage hatte und irgendwie Renommee verspricht aber eigentlich für seine Bedürfnisse überhaupt nicht passt, indem ihr daher gesagt habt, es könnte schwierig werden!

00:21:40: Ich sehe das auf jeden Fall als unsere Aufgabe das offen zu legen.

00:21:44: Wir merken natürlich auch wenn Kunden ein Herz an der Immobilie gefasst haben sind wir dann natürlich sehr sensibel und prüfen das auch.

00:21:51: Aber am besten sind wir von Phase eins bis zu Schlüsselübergabe dabei.

00:21:55: Und da würden wir uns ja eigentlich nur selber ein Ei legen, deswegen sind wir da maximal transparent und das erwartet glaube ich auch unser Kunde.

00:22:05: Und dazu noch ergänzen diese ganzen Schnittstellen die es dann gibt zwischen Meter- und Vermieter wird dann oft bemerken wir unsere Erfahrung bisschen Skeptis erst mal betrachtet.

00:22:17: aber letztendlich verstehen alle dass wenn man das gut regelt und gut organisiert, dass es für alle eine reibungslose Durchführung ist.

00:22:26: Und keine große Probleme beziehungsweise Ärgernis gibt.

00:22:31: Gibt also ein Beispiel?

00:22:32: Da wird eines gerne vom Vermieter geschrieben Das wird mit einem hochwertigen Teppichboden versehen.

00:22:38: Es ist dann die Baubeschreibung was der Teppigboden angeht oder den Bodenbelag.

00:22:42: Wo wir natürlich fragen okay Was ist denn erst mal hochwertig?

00:22:46: Dann wird er auch gerne dann im Betrag dahinter geschrieben Ich sage mal mal fünfzig Euro.

00:22:50: Und dann sagen wir natürlich ja, was ist denn die Fünfzig Euro?

00:22:53: Ist das inklusive Verlegt, inklusive Untergrundarbeiten, Zockelleiste?

00:22:58: Wo wir dann raten und schreiben Nein, die fünfzig oder von mir aus vierzig Euro ist tatsächlich ein Teppich Bodenpreis pro Quadratmeter Netto vom Hersteller zur Käufer bzw.

00:23:11: Verleger.

00:23:13: Dann haben wir eine ganz klare Preisindikation können wir als Architekten auch natürlich in der Industrie abfragen.

00:23:19: Was gibt es denn für vierzig Euro?

00:23:21: Und man weiß auch, dass dann nachträglich keine Ärgernis gibt.

00:23:25: Nein das war nicht gemeint!

00:23:27: Nee wir können tatsächlich nur enttäppigt bohnen aussuchen von zwanzig Euro weil in die fünfzig Euro ist auch noch dann die Montage und die Lieferung und die Aufschläge usw.. Also nur so ein kleines Beispiel und davon gibt es eine Latte voll.

00:23:40: und wenn man dann als Planer sowas anfängt und dann jeder Tag mit Meter per Meter und man sitzt da schwissen... Man kann es sehr gut vorher organisieren, vereinbaren.

00:23:49: Das ist tatsächlich eine Beratungsleistung von unserer Seite.

00:23:54: Dann herrscht ja auch mehr Klarheit für alle Beteiligten!

00:23:56: Wenn wir so ein bisschen von den Details wie dem Teppichboden wegkommen und er auf den Grundriss zum Beispiel schauen – was verrät der euch denn schon über die Unternehmenskultur?

00:24:07: Meinst du, dass das Grundrissen im Bestand in deren jetzige Büro ist?

00:24:12: Das sieht man natürlich dann sehr schnell warum da Änderungswünsche vorhanden sind.

00:24:20: Dass man als Planner tatsächlich durchläuft und man denkt, meine Güte wie habt ihr es so lange hier ausgehalten?

00:24:27: Einfach dass man tatsächlich noch in so'n achtziger Jahre relikt und das man auch denkt okay kein Wunder dass du die Kollegen die nur drei Büros weiter sitzen gar nicht kennst weil alle so verrammelt und verschlossen und so weiter.

00:24:41: aber gut das ist das Änderungspotenzial was wir natürlich gerne wecken und natürlich auch gerne angehen.

00:24:48: Da habe ich vielleicht auch noch ein Thema zu ergänzen, die Herausforderung sensibel zu sein zwischen dem was wir im Bestand finden also die Selbstverwirklichungen dann teilweise auch von den Mitarbeitenden in dem Büro hin zur Effizienz und auch zur neuen Planung vielleicht aber auch zu einer ganz neuen Denkweise anstoßen wollen.

00:25:06: und da niemand vor den Kopf stoßen wollte man nimmt natürlich sehr viel mit in dem was man im Bestands sieht.

00:25:14: Ich glaube, in dem Bereich sollte man ein bisschen mehr auf Individualität in den einzelnen Büroräumen achten.

00:25:21: Dafür geben wir den Mitarbeiter dann auch die Fläche.

00:25:24: aber natürlich muss man auch schauen das ist eine Art der vielleicht auch Firmenkultur wird und es muss Spielregeln vom Arbeitgeber dann auch geben dass sich die Woge hält zwischen Spielregel und Selbstverwirklichung.

00:25:40: Das ist ein schönes Wort, Spielregeln dort zu verteilen.

00:25:43: Im Vorgespräch kam auch so'n bisschen ein Projekt-Breathing raus.

00:25:46: Wir wollen den Beamtenmove loswerden oder rausbekommen.

00:25:49: Es ist schon eine harte Ansage an sich und jetzt gibt's wahrscheinlich zwei Möglichkeiten darauf zu reagieren, einmal ganz sensibel und versuchen da möglichst wenig Schmerzen zu verursachen.

00:25:58: Und dann gibt es das zweite die Farbexplosionen wo die morgens reinkommen und denken okay ich bin in einer neuen Welt.

00:26:03: also wie sucht man sich aus welche Taktik man geht?

00:26:06: Kann man vielleicht mit denen, die am Anfang so sehr sensibel und zurückhalten sind?

00:26:10: Vielleicht mehr Schritte wagen als die, die von sich aus sagen.

00:26:14: Ja ja alles ist möglich.

00:26:16: Also wenn wir dann ein bisschen Zeit haben und den Kunden kennengelernt haben sieht man natürlich wer so die progressive und eher die konservative Kräfte in Unternehmen sind.

00:26:26: Und da gebe ich dir recht.

00:26:28: Dann unterrichtiere ich mich lieber an die konserftive Kräften weil die sind diejenigen der natürlich überzeugt werden müssen.

00:26:36: Erstmal, es wird nicht schlechter.

00:26:38: Es wird erst mal anders und natürlich ist diese Wechsel von... Teresa hatte Selbstverwirklichung genannt, das ist einfach auch immer gerne dass man bei einem fester Arbeitsplatz ein bisschen so sein Platz bildet und ein bisschen sein eigenes Wohnzimmer da bildet.

00:26:54: Das ist ganz natürlich ganz normal und ist auch nichts gegen zu sagen.

00:26:58: Und dann verbunden mit flexibler Arbeitsplatzbelegungen wo ich dann höchstens mal ein Köfficher habe oder irgendwie so einen Toolbox, wo ich meine persönliche Sache mitnehmen kann.

00:27:08: Ist das natürlich schon echten Herbeänderungen?

00:27:11: Und es geht nur wenn man die Leute mitnimmt erklärt und was für ein Vorteil dann wiederum das neue Büro hat im Vergleich dazu.

00:27:20: dafür sagen wir okay du hast jetzt nicht mehr ein Arbeitsplatz Du kannst auch in der Cafeterie arbeiten.

00:27:26: Wenn du in Ruhe telefonieren möchtest und auch privat irgendwo ein Arzttermin machen möchte kannst du da in diese Phonebox gehen und kannst in Ruhe telefonieren.

00:27:35: Du kannst tatsächlich eine Mittagpause wunderbar bei uns essen und einfach diese Vielfalt an Möglichkeiten, die man aufmacht.

00:27:42: Man tauscht einen kleine private Arbeitsplatz in dieses sogenannte FlexSpace, das Theresa vorher erwähnt hat.

00:27:49: Und das ist das Angebot was wir machen.

00:27:51: Das muss begleitet werden, muss erklärt werden und es auch oft natürlich dass wir dann so ein Team von Mitarbeitenden manchmal auch fünf oder zehn mit einpacken und dann auch mal einen Zweifel unserer Objekte zeigen, um einfach mal zu spüren wie so aussehen können.

00:28:05: Das ist natürlich ein super Deal.

00:28:07: in dem Moment wo ich was sehe und die Atmosphäre mitbekomme und sie nicht nur visualisiert es auf einem Plan den ich mir vielleicht nicht vorstellen kann habe ich ein ganz anderes Verhältnis dazu und erklär das ja auch meinen Kollegen vielleicht ganz anders.

00:28:19: gibt's da Situation Theresa?

00:28:21: Wurde durch Büros durchgegangen bist und gemerkt hast oh Gott denen geht gerade des Herz auf.

00:28:26: Ich glaube was da wichtig ist wie Patrick eben meinte wenn wir umgesetzte Projekte dem Kunden zeigen, erst dann eigentlich findet dieser Prozess statt von oh wie kann das denn eigentlich aussehen?

00:28:38: Weil wir sprechen über neue Arbeitswelten, Großraumbüros und wie gesagt da kommen dann immer vielleicht auch Ängste mit sich.

00:28:47: Und wenn man dann mal sieht, wie das auf der Fläche umgesetzt wurde von uns, dem Mitarbeitenden oder aber auch dem Kunden die Angst nehmen.

00:28:57: und auch die Atmosphäre, die wird ja dann auch erst spürbar wenn man mal so ein Projekt besucht.

00:29:02: Aber so ein richtiges konkretes Beispiel habe ich dazu jetzt nicht weil ich mehr gerade in der Praxenplanung unterwegs bin.

00:29:10: Na gut, aber da ist das Thema ja noch wichtiger.

00:29:12: Weil wie die Praxis wirkt unterstützt ihr auch ein bisschen?

00:29:15: Ob ich Angst hab zum Zahnarzt zu gehen oder ob ich das Gefühl habe, ich komm hier irgendwo beschwingt wieder raus als ich reingegangen bin.

00:29:22: also es kann man eigentlich auf alle anderen Lebensbereiche auch übertragen

00:29:27: Auf jeden Fall!

00:29:28: Also das Raumgefühl und die Atmosphäre und auch die funktionale Planung sind natürlich eins-zu-eins in der Praxis genauso.

00:29:35: Also da haben wir natürlich auch das Briefing und die Ansprüche des Kunden mit dem Thema der Funktionalität.

00:29:41: Und aber vor allem der Raumatmosphäre, die wir dann in den Grundriss bringen.

00:29:46: Theresa jetzt hast du gerade die Praxenplanung angesprochen und über große Bürowelten haben wir auch schon gesprochen.

00:29:51: Aber ihr arbeitest ja auch mit privaten Bauherren.

00:29:53: Das ist dann natürlich nochmal was anderes.

00:29:56: plötzlich geht es nicht mehr um Organisation sondern auch um sehr persönliche Wünsche oder auch Konflikte.

00:30:01: wie stark wird die Architektur dann manchmal?

00:30:03: zur Psychologie?

00:30:05: Ich glaube, da kann der Patrick sehr gut einsetzen an dieser Stelle aus den vergangenen Projekten.

00:30:12: Es ist tatsächlich eine grundsätzliche andere Herangehensweise.

00:30:16: Organisation und Funktionalität sind natürlich auch ein Thema.

00:30:20: Aber ich glaube vor allem der größte Unterschied mit gewerblichen Projekte ist das alles was man beim Privatprojekt macht meistens für einen oder zwei Personen.

00:30:31: Natürlich werden die Kinder bedacht

00:30:33: etc.,

00:30:33: aber Es fokussiert sich auf zwei einzelne Personen, aber den gewerblichen Projekt.

00:30:40: Da sitzt dann schon ein Team.

00:30:41: Aber die wissen wir machen es für zwei drei fünf hundert Leute.

00:30:45: Wir machen das für unsere Firmen und für unsere Kollegen.

00:30:49: Und so ist das auch manchmal dass man bei Gewerbliche oder bei unseren Büroprojekte hört Ich finde das super.

00:30:54: ich würde es zu Hause nicht so machen aber für hier ja Für unser Büro ist das perfekt.

00:30:58: und Dann geht es darum dass ein Privatprojekt Die Küche Ganz eigenes Projekt innerhalb des Projektes.

00:31:06: Gäste, Toilette Kinderzimmer Wohnzimmer sowieso dann die Terrasse natürlich vielleicht noch ein Sportsbereich und Fitnessraum Badezimmer.

00:31:16: Oh ja BadeZimmer endlich mal eine vernünftige Bade Zimmer.

00:31:19: Und so hat man sehr schnell Einiges an unterschiedliche Projekte innerhalb eines Hauses.

00:31:25: Wir geben uns viel Mühe die Kunden die Bauern und Bauern kennen zu lernen Und manchmal ist es tatsächlich auch so, dass wir nach einer ersten Planungsphase dann klappt das einfach nicht.

00:31:35: Man findet dann nicht diese gleiche Welle, die gleiche Frequenz.

00:31:39: Das ist wichtig für ein Privatprojekt und man muss sich wirklich gut verstehen können, sich sogar mögen, eine gewisse Sympathie gerade auch entwickeln gegenseitig.

00:31:49: mit aller Respekt weil dann kann man auch in diese wirklich detaillierte Privatenwünsche eintauchen.

00:31:56: Ja und man kann vielleicht auch ein bisschen raushören Wer die Wunsch hat und wer am Schluss der tatsächliche Entscheider ist, oder?

00:32:03: Ja ich habe schon immer gesagt es ist auch tatsächlich ein bisschen Parttherapie.

00:32:07: Da ist immer was davon dabei.

00:32:10: Und das erinnert mich an so einem Beispiel wo ich dann mit die Dame des Hauses zu tun hatte und ich mir vorsichtig gefragt haben ob ihr Ehemann vielleicht auch mal ab und zu dabei ist.

00:32:20: Nee dafür hat er keine Zeit.

00:32:21: Interessiert ihm auch nie so Herr Schalkeweig.

00:32:24: ganz ehrlich Ich glaube ich hab da auch ein besseres Händchen dafür losgelegt sind wir dann mit ihr, und nach drei Monaten war er dann Freigabe angesagt.

00:32:33: Wir würden es gerne so bauen!

00:32:34: Ja ja ich guck am Wochenende noch einmal mit meinem Mann darüber und dann am Montag haben sie das Go.

00:32:40: Was ist es am Montagsmorgen?

00:32:42: Diesen Satz werde ich nie vergessen.

00:32:44: Also ich muss sagen mein Mann hat auch noch ein paar gute Ideen.

00:32:47: So... Das war der Anfang vom Ende weil das... Dann war er plötzlich mit an Bord und hat dann quasi gesagt was machst du da

00:32:56: Schatz?!

00:32:57: Das gefällt mir gar nicht.

00:32:59: Auch das ist ein Thema, das war eine frühe Phase, habe ich natürlich auch direkt raus gelernt.

00:33:04: Guck dass die Leute, die tatsächlich da wohnen und ich möchte auch die Kinder kennenlernen.

00:33:09: Ich sage die Kinder gerne mal wie ihre neue Zimmer aussehen hat.

00:33:12: Und lasst sie mal etwas erzählen von was sie sich so wünschen?

00:33:15: Auch das Änderungsprozess es kann so wunderschön sein.

00:33:19: Kriegt man die Kurve noch wenn das Kind einmal im Boden liegt.

00:33:22: also habt ihr das Haus gebaut mit den unterschiedlichen Vorstellungen vom Mann

00:33:26: und Frau.

00:33:26: Ja, aber ich habe dann darauf bestanden und schon fix alle zwei Wochen.

00:33:30: Ich habe auch gesagt, ich weiß nicht wie viele Arbeiter, aber Uhrzeit ist mir egal.

00:33:34: Sie müssen alle zwei Woche mal hören was wir machen, wo wir stehen, was wir entwickelt haben.

00:33:40: Und dann konnte sie bis ins Detail das Ganze begleiten und er hat einfach gemerkt okay ich bin mit an Bord weil darum ging es letztendlich.

00:33:48: kein Partner möchte gerne einfach sich ausbeziehen was komplett in ihm vorbei oder ihr Vorweig geplant ist.

00:33:55: Aber was man da so ein bisschen raushört, ist dass das zuhören und einfach die Gegebenheiten erfassen eigentlich die wichtigste planerische Kompetenz heute ist.

00:34:05: Ja also das ist tatsächlich das wesentlichste und dann vor allem auch zu erfahren, was sie wollen aber wenn es nicht gefällt, auch zu erfahren warum es nicht gefehlt?

00:34:16: Das ist eine ganz kleine Feinheit aber das sind natürlich die schwierigsten Patienten sage ich mal ganz bewusst.

00:34:22: Ich könnte sagen, dass ihr sie nicht gefellt, aber können nicht sagen warum!

00:34:25: Das brauchen wir, um in die Weite zu kommen.

00:34:27: Aber das ist ein Thema... Das ist Übung, nennt man das so eine bisschen Erfahrung!

00:34:32: Das passt ganz gut als Abschluss.

00:34:33: Wir haben nämlich auch wie immer eine persönliche Frage mit dabei und zwar welcher Raum hat euch denn zuletzt wirklich berührt?

00:34:40: Beruf oder privatlich?

00:34:41: und warum?

00:34:43: Ich würde mal mitberuflich stellen ich habe ein schönes Projekt in der Vergangenheit gehabt dass es in der Schanzenstraße in Mühlheim gewesen ein so besonderer Raum.

00:34:55: Das waren zwei Regeln, zwei Industriehallen aneinander.

00:34:59: da wusste ich schon als wir die Fläche besichtigt haben das waren so eindrucksvolle Räume in super schöner Lichteinfall

00:35:07: auch

00:35:09: architektonisch gut aufgearbeitet.

00:35:11: es war ein bisschen Industriescham mit aber einem feinen Innenausbau und dass ist wirklich eine Fläche geworden.

00:35:17: der hat mich natürlich weil ich auch persönlich an dem Projekt beteiligt war berührt aber auch im Vorfeld.

00:35:24: Man weiß einfach, in was für eine Substanz man da reinkommt.

00:35:28: Da ist so viel Potenzial und das haben wir eigentlich nur noch ausgeschöpft.

00:35:32: Und ich glaube den Kunden auch sehr zufrieden gestellt.

00:35:35: Das war der letzte Raum.

00:35:37: Ja, dann ergänze ich das mal mit einem eher nicht geschäftlichen Räumlichkeit.

00:35:42: Ich war jetzt meine Familie in der Nähe von Luca in der Tuscane über Ostern ein paar Tage oder einer Woche und war nach Neußen gemietet.

00:35:50: auf dem Grundstück stand auch das Haupthaus Und die Hausherrin, fast Achtzig hat mich dann am Ende der Woche mal ihre Wohnzimmer gezeigt.

00:36:00: Das war der Hammer!

00:36:01: Das waren so richtig ein Gebäude, eine alte Aussichtsüberwachungsturm schon irgendwie so zehnmal fünfzehn Meter und dann unter dem Dachdeckenhöhe vier, fünf Meter Holzdach und da war dann deren Wohnzimer.

00:36:17: Da fällt dann so dieses herrliche mediterrane Licht darin Und es war so halb Museum, halb Filmbühne sag ich mal.

00:36:26: Also da hab' ich wirklich Gänsehaut bekommen gedacht.

00:36:28: also wenn da so im Sommer auch die Türe offen stehen, die Fenster offen stehen Riesenkamin in der Mitte.

00:36:35: Da merkt man doch schon dass einfach so Emotion ein Raum dann tatsächlich einer richtig berühren

00:36:40: kann.

00:36:41: Das ist doch ein sehr schönes Schlusswort.

00:36:43: Vielen vielen Dank für eure Zeit und die inspirierenden Worte Und wir sagen bis zur nächsten Folge der Young Talks, dem Architektur Podcast von Jung.